Das Geheimnis der Außersinnlichen Wahrnehmung – Gedankenspeicher

Gedankenspeicher

Wir haben bereits gesehen, dass wir in einer toten Welt leben, die erst in unserer Psyche (griech.: Hauch, Seele, Leben) zum Leben erwacht.

Lebendig wird die Welt also erst, wenn wir sie empfinden, sie fühlen, hören, sehen, riechen, schmecken, kurz gesagt, sie wahrnehmen; und zwar gedanklich wahrnehmen. Die Welt des einzelnen hängt also davon ab, wie seine Sinnesorgane die Empfindungen an die Psyche (Seele) weitergeben.

Ob dies genau oder ungenau geschieht, ist subjektiv zunächst nicht nachweisbar. Gut, wenn jemand dauernd gegen Gegenstände laufen würde, könnte er davon ausgehen, dass seine Augen nicht in Ordnung sind; wir aber befassen uns ja mit viel differenzierteren subjektiven Eindrücken unserer Seele.

Ein Gedanke ist also eine subjektive Empfindung. Spätestens jetzt kommt der letzte Zweifler mit der “Was ich nicht sehe, glaube ich nicht’-Einstellung in Schwierigkeiten. Gedanken sind an sich nicht sichtbar, sie sind aber dennoch vorhanden. Sie sind da, aber nicht greifbar.

In jedem Fall sind Gedanken Kraftfelder. Wir erinnern uns: Bei einem schmutzigen Witz wird jemand rot. Sein Organismus hat also auf Gedanken reagiert.

Letztendlich sind Gedanken, wie wir das schon vorher bei der Materie festgestellt haben, nichts anderes als Schwingungen. Schwingungen von verschiedener Frequenz und Energiestärke.

Generell können wir sagen, dass es drei für uns wichtige “Gedankenanreger” gibt:

  1. Gedanken, hervorgerufen durch Stimulanzen (durch Sinnesorgane).
  2. Gedanken, die durch Abruf von Informationen aus dem Gedächtnisspeicher hervorgerufen werden.
  3. Schlagartiges Vorhandensein von Gedanken durch eine Erkenntnis (Intuition).

Punkt 1 haben wir bereits besprochen. Je qualitativ besser und geschulter die Sinnesorgane sind, umso besser und genauer ist das Bild der Umwelt.

Punkt 2 beschreibt einen Fall, den wir aufgrund seiner Wichtigkeit ausführlich besprechen müssen.

Denken ist zu 80 Prozent Vergangenheitsdenken.

Die Menschen leben im allgemeinen nicht in ihren Handlungen, nicht im gegenwärtigen Augenblick. Obwohl sie hier und jetzt etwas zu tun scheinen, weilen ihre Gedanken irgendwo anders: Bei eingebildeten Problemen und Sorgen, bei Erinnerungen an die Vergangenheit oder bei Wünschen und Spekulationen über die Zukunft.

Daher leben sie nicht in dem, was sie im Augenblick tun, sie haben deshalb auch keine Freude daran. Schon allein aus diesem Grund sind viele unzufrieden und unglücklich mit der gegenwärtigen Arbeit.

80 Prozent aller Probleme, die sich Menschen machen, machen sie sich nur gedanklich. Sie malen sich geistig schon die “bösen” Folgen aus, nach dem Motto: “Was passiert, wenn…” Oder sie weilen in der Vergangenheit und grübeln und grübeln, warum dies und jenes nicht besser verlaufen ist.

Das einzige, was damit erreicht wird, sind unter Umständen auch tatsächlich schlimme Folgen. Dadurch, dass keine Konzentration auf den Augenblick gegeben ist, wird das gegenwärtige Tun wahrscheinlich nicht so gut, wie man es gern hätte. Damit schließt sich der Kreis. Bei der nächsten Aufgabe wird man wieder Trübsal blasen und grübeln, da die vorhergehende nicht gut gelungen ist. Man hängt wieder Gedanken des Misserfolgs nach. Dadurch gelingt die momentane Aufgabe nicht richtig, dadurch…

Der Volksmund sagt: “Es kommt immer alles auf einmal” – die Spirale von Ursache und Wirkung wurde nicht erkannt. Die vorhandenen Speichereinheiten des Gehirns sind durch die persönlichen Erfahrungen des einzelnen geprägt.

Stellen wir uns diese in vereinfachter Form als Schubladen vor:

Nennen wir diese Einrichtung den Schubladenspeicher. Rein bildlich gesehen ist dies einfach vorstellbar, denn es ist für Sie bzw. für Ihr Gehirn sehr einfach, eine Schublade zu öffnen. Nehmen wir als einfaches Beispiel einen Hund.

VERSUCH:

Denken Sie an einen Hund!
An welchen Hund denken Sie dabei?
An welche Rasse?
Welche Farbe hat dieser Hund?
Welchen Eindruck haben Sie von diesem Hund?
Ist er nett, oder ist er ein Köter?

Man könnte sicherlich allen Menschen der Welt diese Frage stellen, kein Hund würde mit dem eines anderen identisch sein. Denn jeder hat den Speicher “Hund” anders erlebt. Bedenken wir hierbei, dass dieser Speicherinhalt nichts anderes ist als die mit den Sinnesorganen empfangenen Schwingungen, die in Bilder umgewandelt wurden.

Wie wir schon einmal sagten, denkt der Mensch in Bildern. Also besteht der Speicherinhalt auch aus Bildern. Demnach hat jeder Mensch sein “Privatkino” in sich. Es dürfte kaum eine höher entwickelte technische Einrichtung geben als dieses “Kino”.

Nehmen wir ein Musterbeispiel:

Eine Patientin, die gerade operiert wird, ist hellwach. Ein Eingriff in ihr Gehirn soll sie von schweren epileptischen Anfällen heilen. Der Chirurg hat den Schädel geöffnet und unterhält sich mit der Patientin. Sie ist nur örtlich betäubt und empfindet keine Schmerzen. Um das Operationsgebiet zu untersuchen, reizt der Chirurg verschiedene Stellen des freigelegten Gehirns mit elektrischem Strom.

Plötzlich ruft die Frau: “Ich höre meine Mutter und meinen Bruder miteinander sprechen.” Als der Chirurg die Gehirnreizung unterbricht, berichtet die Patientin, was sie soeben gehört und gesehen hat: Mutter und Bruder hätten sich zu Hause im Wohnzimmer unterhalten, und sie sei dabei gewesen. Alles habe sich so abgespielt, als entspräche es der Wirklichkeit, die sie vor vielen Jahren erlebt hatte.

Ähnliche Beobachtungen wurden vielerorts gemacht. Allen diesen Versuchen war eines gemeinsam: Die Patienten erinnerten sich nicht nur an bestimmte Vorkommnisse von früher, sondern sie hatten auch die gleichen Empfindungen wie damals. Es war, als ob sie das Geschehene noch einmal erlebten. Eine Patientin hörte plötzlich ein Orchester spielen. Eine andere erlebte noch einmal die Geburt ihres Kindes, wieder eine andere noch einmal den eigenen Geburtsvorgang.

Hier kann man sicher sagen, dass das “Privatkino” in uns alle technischen Möglichkeiten von Lichtspielhäusern übertrifft, denn im Gegensatz zu einem Kinofilm werden alle Eindrücke aufgenommen und gespeichert, die dabei empfundenen Gefühlsregungen eingeschlossen. Alle nur möglichen Wahrnehmungen aller Sinne werden unauslöschlich aufgenommen und im Schubladenspeicher abgelegt.

Spätestens hier müssen wir also die Begriffe “Erinnern” und “Durchleben” voneinander unterscheiden. Beim “Erinnern” kann man gespeicherte Informationen beliebig austauschen. So können Gefühle durch Erinnerungen sehr verzerrt werden. Böse und schlimme Erinnerungen werden mehr oder weniger vergessen und gegen positive Erfahrungen ausgetauscht.

Daher auch: “Die Zeit heilt alle Wunden.”

Anders beim nochmaligen Durchleben: Selbst die feinsten Details werden präzise wiedergegeben. Die gespeicherten Ereignisse und die damit verbundenen Gefühle werden genauso wiedergegeben wie an dem Tag, an dem sie sich erstmals ereignet haben.

Die vorhandenen Speicherinformationen sind natürlich gut und notwendig, haben aber andererseits oftmals Nachteile. Die Speicherinhalte sind individuell verschieden. Dadurch kann zum Beispiel eine Verständigung mit der Umwelt sehr erschwert werden.

Beispiel:

Ein Golf GTI. Von diesem Begriff haben drei Menschen drei völlig verschiedene Speicherinhalte.

  1. Mann: Tolle Geschwindigkeit von 200 km/h.
  2. Mann: Mit diesem Auto Reifenpanne gehabt.
  3. Mann: Mit diesem Auto Unfall gehabt.

Ein Wagentyp – aber drei verschiedene Meinungen und Erlebnisse.

Ebenso prägt dieser Speicher die Verhaltensweisen im Alltag. Zu 80 Prozent tut man Dinge aus Gewohnheit. Als drastisches Beispiel kann man die hohe Unfallquote nennen, die dann auftritt, wenn die Vorfahrtsregelung an einer Kreuzung geändert wird.

Die meisten Unfälle ereignen sich morgens und abends. Der bekannte Weg des einzelnen zur Arbeit und von der Arbeit nach Hause wird aus Gewohnheit nur mehr oberflächlich wahrgenommen. Die Kreuzung, die man schon unzählige Male befahren hat, wird gemäß der Speicherinformation als “ungefährlich” eingestuft. Wie immer. Erst dadurch kommt es zu Unfällen. Wie gesagt, man tut 80 Prozent aller Dinge aus Gewohnheit.

Auf Punkt 3 (Schlagartiges Vorhandensein von Gedanken durch eine Erkenntnis -Intuition) wollen wir zunächst noch nicht näher eingehen, da wir dafür ein tieferes Verständnis des Unterbewusstseins und seines Aufbaus benötigen.

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lothanius

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