Das Geheimnis der Außersinnlichen Wahrnehmung – Intuition

Bild Quelle: pixabay.com

In der Zeitschrift PM wurde im Juli 1981 folgende Geschichte veröffentlicht: “Ein deutscher U-Boot-Kapitän des 2. Weltkrieges fuhr 1945 durch die Ostsee auf Heimatkurs. Plötzlich befahl er seinem Steuermann, eine Kursänderung um 3 Grad vorzunehmen. Nach einiger Zeit gab er den Befehl, zum alten Kurs zurückzukehren.

Nach der Ankunft in Kiel erzählten ihm seine Vorgesetzten, was sie wussten, er aber nicht wissen konnte: Ohne die Kursänderung wäre das U-Boot in ein neu angelegtes Minenfeld hineingefahren. PM verbürgt sich für die Wahrheit dieser Geschichte. Sie stammt von dem Mann selbst, der sie erlebt hat, und dieser Mann ist alles andere als ein Phantast.”

Im gleichen Artikel fand sich auch noch folgende Geschichte:
“14 Jahre vor der Titanic-Katastrophe erschien ein Buch “Der Untergang der Titan”. Darin beschrieb der Schriftsteller Morgan Robertson, wie ein als unsinkbar geltender , Ozean-Dampfer an einem April-Abend gegen einen Eisberg fuhr und unterging. Im Roman versuchten 3000 Passagiere, einen Platz im Rettungsboot zu bekommen. Auf der Titanic waren 2700 Menschen. Im Roman standen für 3000 Menschen nur 24 Rettungsboote zur Verfügung. Auf der Titanic gab es für 2700 Menschen nur 20 Rettungsboote. Der Ozeanriese des Romans war 250 m lang, die echte Titanic 270 m.”

Auszug aus dem Buch von Jean-Baptiste Delacour “Die Kunst des Hellsehens”:

“Als Helmut Mirgel aus Stuttgart mit 42 Jahren nach Kanada auswanderte – bald nach dem Krieg – wollte er die Neue Welt erobern, jedenfalls den Staub der Alten Welt für immer von seinen Füßen schütteln. Es ging drüben auf und ab. Er hatte es zeitweilig schwer, sehr schwer. Aber er griff zu, wo er konnte. Er wurde Holzfäller, weil er stark war, Bauleiter, weil er rechnen konnte, Gastwirt, weil er viel vertragen konnte, Ladenbesitzer, weil er einen guten Griff tat, als er dem alten John Fitzgerald Holm in Waidcrag, gleich an der Grenze nach Britisch-Columbia, das kleine Geschäft in Barem abkaufte und dann großartig ausbaute.

Das alles, die Schwierigkeiten, die Not, das Heimweh – aber auch die Episoden seines Aufstiegs – hatte er seinem Bruder und seiner Schwester nach Stuttgart geschrieben.

Dann hörten sie lange nichts von ihm. Auf einmal kam eine Nachricht – ein eingeschriebener Brief einer amtlichen Stelle.

Es war ein englischer Brief, den sie übersetzen ließen: “Der am 19. April 1904 in Stuttgart geborene Helmut Mirgel ist seit dem 13. Juni 1962 spurlos verschwunden. Alle Recherchen nach seinem Verbleib sind in den letzten 18 Monaten ergebnislos verlaufen. Aber da keinerlei Anzeichen für einen Todesfall oder einen Unglücksfall oder ein Verbrechen vorliegen, kann die Erbschaft in Höhe von 52.000 $ nicht freigegeben werden, es sei denn, dass eine Todeserklärung vorliegen würde.

Wir fügen einige Briefe bei, die der Verschwundene nicht mehr zur Absendung brachte und die in seiner Wohnung gefunden wurden. Nach der Auskunft der hiesigen Dolmetscher enthalten die Briefe aber nichts, was über seinen Verbleib Aufschluss geben könnte. Sie sind also für hiesige Ermittlungszwecke nicht mehr notwendig und werden Ihnen deshalb übergeben.”

Das war eine böse, schmerzliche Überraschung. Aber Berta und Ernst Mirgel hatten im Leben viel mitgemacht. Sie wussten, dass man dem Schicksal nicht in den Arm fallen kann und nachträglich sowieso gegenüber dem, was geschah, hilflos ist. Was mochte aus ihm geworden sein? Sie wussten, dass er in Waidcrag mit einem älteren Mann Freundschaft geschlossen hatte. Sie kannten auch dessen Namen und schrieben ihm einen Brief, um die näheren Umstände des Verschwindens zu erfahren.

Sie lasen immer noch einmal die letzten Zeilen, die Helmut für sie noch zu Papier gebracht, dann aber nicht mehr abgeschickt hatte, weil ihm irgend etwas inzwischen zugestoßen sein musste. Am Schluss des Briefes schrieb er seinem Bruder:

“Wie Du siehst, bin ich immer noch allein. Die Frauen sind hier in Kanada genauso anspruchsvoll wie bei Euch drüben. Ich ziehe es vor, allein zu bleiben. Ich fühle mich auch so recht gut. Morgens kommt eine Aufwartefrau. Dann habe ich ein Mädchen, das mir im Geschäft hilft.”

Den Brief nahm Berta Mirgel, 52 Jahre, abends mit in ihr Schlafzimmer. Sie wollte ihn im Bett noch einmal in Ruhe lesen.

Am nächsten Morgen erzählte sie ihrem Bruder beim Frühstück: “Ich habe diese Nacht etwas sehr Merkwürdiges erlebt. Ich weiß, wie unser Helmut gestorben ist. Er ist tot! Du kannst ganz sicher sein! Also – ich habe den Brief noch einmal gelesen und dann das Licht ausgedreht. Ich weiß nicht, ob ich lange so ins Dunkle gestarrt habe. Von draußen fiel nur ein Licht von einem vorüberfahrenden Auto in das Zimmer. Ich folgte noch diesem Lichtschein, der an der Decke entlanglief.

Und dann auf einmal war mir ganz klar: Helmut ist durch einen Wald gegangen. In diesem Wald hatte er den Weg plötzlich verlassen und ist nach rechts abgebogen. Es war ein Wald mit ziemlich dichtem Unterholz.

Er ist auf eine Stelle zugegangen, an der ein Brettergerüst oder eine Wand aufgerichtet war. Auf einmal ist der Boden unter seinen Füßen weggesunken und – Helmut ist abgestürzt. Das habe ich nicht gesehen, nicht gehört, das hat mir keiner gesagt, das wusste ich nur auf einmal.

Als ich das Licht anmachte, weil dieser Gedanke mich so beunruhigte, merkte ich, dass ich Helmuts Brief noch in der Hand hatte. Weißt Du was, wir wollen nicht nur an seinen Freund schreiben, sondern auch der amtlichen Stelle, die uns dieses englische Dokument und die Briefe schickte. Wir können das, was ich Dir eben erzählt habe, aufschreiben und dann übersetzen lassen.

Was ist schon dabei! Es kann ein paar Mark kosten, die wir für die Übersetzung aufzubringen haben.” Der Bruder ließ sich die Geschichte noch einmal ganz genau erklären. “Ja, das ist seltsam. Man kann sich natürlich alle möglichen Gedanken machen, aber so klar und so deutlich, wie Du es erzählst – komisch! Du hast recht, ich schreibe es gleich auf, Du kannst es ja noch einmal durchlesen. Dann lasse ich es übersetzen. Wir schicken es dann an die Stelle ab, die hier oben auf dem Dokument steht. Dann werden wir weitersehen!”

Vier Wochen später traf aus Kanada die Nachricht ein: “Wir können Ihnen bestätigen, dass Helmut Mirgel in einem verlassenen Schacht in 106 m Tiefe, im Grundwasser ertrunken, tot aufgefunden wurde. Wir verfolgten aufgrund der gemachten Angaben noch einmal genau den Weg, den Helmut Mirgel an dem Tag seines Verschwindens wahrscheinlich nahm. Infolge des veränderten Tatbestandes ist nunmehr die Erbschaft freigegeben. Nach Abzug der hier angesetzten Erbschaftssteuer…”

Fast gleichzeitig traf der Brief des alten Freundes von Helmut Mirgel ein, der im einzelnen schilderte: “Am frühen Nachmittag des Sonntags, an welchem Helmut verschwand, war er gleich nach dem Mittagessen aufgebrochen, um in einem benachbarten Ort mit einem anderen Geschäftsmann eine gemeinsame Lieferung zu besprechen.

Er hätte um 14.30 Uhr den Omnibus nehmen können. Außerdem bot ihm jemand an, ihn mit dem Auto mitzunehmen. Aber er wollte zu Fuß gehen.
Auf diesem Weg nach Readstone war er dann verschwunden. Wir hatten ihn am Abend zurückerwartet. Er kam nicht. Zuerst dachten wir, er sei in Readstone geblieben. Als er am nächsten Morgen um 10.00 Uhr noch nicht zurück war, fuhr jemand von uns nach Readstone hinüber. Dort war er nie eingetroffen.

Wir suchten alles ab, kamen aber nicht auf den Gedanken, dass er einen von der Hauptstraße abgehenden Waldweg genommen haben könnte, um die Strecke abzukürzen. Für die Ermittlungen der Behörden und auch für die Suche, die wir nach Eingang des Briefes mit den genauen Angaben noch einmal aufnahmen, war es freilich von allerhöchster Wichtigkeit, dass wir einen Fingerzeig hatten durch die Bretterwand.

Wie ist es nur möglich, dass jemand so weit von Waidcrag entfernt etwas Derartiges wissen kann?!”

In der Lebensbeschreibung von Professor Agassiz – er war ein hervorragender amerikanischer Naturforscher- die von seiner Witwe veröffentlicht wurde, wird folgendes Erlebnis geschildert:

“Schon zwei Wochen lang hatte er sich bemüht, die unvollständige Versteinerung eines prähistorischen Fisches zu ergänzen. Müde und entmutigt legte er schließlich das Fossil beiseite und zwang sich, nicht mehr daran zu denken. Bald darauf wachte er mitten in der Nacht freudig erregt auf: Er hatte im Traum den Fisch in seiner Gesamtheit gesehen. Als er aber versuchte, dieses Bild festzuhalten, entschwand es ihm wieder. Trotzdem machte er sich in aller Frühe auf den Weg zum Jardin des Plantes (einem Tierpark mit angegliedertem zoologischem Institut), in der Hoffnung, dort irgend etwas zu sehen, was ihm sein Traumbild wieder ins Gedächtnis rufen würde. Es war jedoch vergebens – seine Erinnerung hatte ihn im Stich gelassen.

In der nächsten Nacht erschien ihm der Fisch abermals im Traum, ohne dass es ihm aber gelungen wäre, sich nachher der Einzelheiten erinnern zu können. In der Hoffnung, sein Erlebnis könne sich ein drittes Mal wiederholen, legte er in der darauffolgenden Nacht vor dem Schlafengehen einen Bleistift und ein Stück Papier griffbereit in seine Nähe. Und tatsächlich – in den frühen Morgenstunden erschien das Abbild des Fisches wiederum, zu Anfang noch etwas undeutlich, schließlich aber mit so kristallener Klarheit, dass das geübte Auge des Zoologen selbst die winzigsten Details erkennen konnte.

Halb noch in seinem Traum befangen, zeichnete er in völliger Dunkelheit das Fossil auf ein Stück Papier. Und am Morgen entdeckte er zutiefst überrascht in seiner Skizze gewisse biologische Merkmale, die er bei diesem prähistorischen Lebewesen niemals vermutet hätte. Er eilte zum Jardin des Plantes, und mit Hilfe der Zeichnungen gelang es ihm, mittels eines feinen Meißels an verschiedenen Stellen die Oberschicht des Fossils so abzutragen, dass er aller Einzelheiten gewahr wurde.

Der freigelegte Fisch stimmte aufs Genaueste mit seinem Traumbild und der nach demselben gefertigten Skizze überein, so dass es ihm ein Leichtes war, das Lebewesen richtig zu klassifizieren.”

„Je besser jemand ist,
desto bescheidener beträgt er sich gegen andere.“
Plotin

„Dieses Buch wird Ihr Leben für immer verändern“