Das Geheimnis der buddhische und nirwanische Ebene

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Die buddhische Ebene

Hat für den Menschen das Rad der Geburten und Tode aufgehört, sich zu drehen, stößt er in tiefere Ebenen vor, die so weit jenseits von uns liegen, dass darüber nur wenig gesagt werden kann. Dennoch wollen wir uns um eine Beschreibung bemühen.

Auf der vierten oder buddhischen Ebene unseres Universums, wo zwar noch Dualität, aber keine Trennung mehr besteht, wird der entsprechende Träger des Bewusstseins SELIGKEITSKÖRPER
genannt. Dies umschreibt einen Zustand, in dem der Mensch wirklich er selbst sein kann, und zwar mit einer Klarheit und Lebendigkeit, wie sie auf niederen Ebenen nie erreicht werden kann.

Trotzdem fühlt der Mensch, dass er alle anderen umschließt, dass er eins ist mit ihnen, untrennbar und ungetrennt. Das spontane Ausströmen von Liebe ist das auffallendste Kennzeichen des Göttlichen: Es ist dies jene Liebe, die alles gibt und nichts begehrt. Reine Liebe war es, die das Weltall zur Entstehung brachte, reine Liebe erhält es, reine Liebe zieht es aufwärts zur Vollendung, zur Seligkeit hin.

Wenn diese Seligkeit des wahren “ICHS” seine Schwingungen auszusenden beginnt, binden diese ähnlich wie auf den niederen Ebenen Materie ihrer Wirkungsebene an sich. So wird allmählich der buddhische Körper, der Seligkeitskörper, gebildet.

Wo immer ein Mensch selbstlos und aus reiner, natürlicher Freude Liebe ausstrahlt, die alle umfasst und auch die Bedürftigen mit einschließt, da entwickelt dieser Mensch die Seligkeit der Gottheit in sich und bereitet jenen Körper unaussprechlicher Schönheit und Freude vor, in den sich das Bewusstsein erheben wird, wenn die Schranken der Trennung überwunden sind.

Mit dem Eintritt in die buddhische Welt wird sofort Einheit fühlbar. Man empfindet die Verbindung, die Einheit aller Dinge, die andere Menschen nur als ein nicht zu erreichendes Ideal bezeichnen.

Die nirwanische Ebene

Nirwana, die fünfte Ebene, ist die Ebene des höchsten menschlichen Aspektes der Gottheit in uns. Es ist die Ebene des reinen SEINS, die Ebene, auf der die göttlichen Kräfte in unserem fünffachen Universum ihre vollste Offenbarung zeigen.

Das Nirwanische Bewusstsein, das dem Leben der fünften Ebene entspricht, ist das Bewusstsein jener Erhabenen, die den Kreislauf der menschlichen Entwicklung schon vollendet haben und Meister genannt werden. Sie haben das Problem gelöst, wie das Wesen des individuellen Seins in sich vereint werden kann. Sie leben in der Unsterblichkeit, in vollkommener Weisheit, Glückseligkeit und Macht.

Das Nirwanische Bewusstsein ist das Gegenteil von Vernichtung. Es ist ein zu Lebendigkeit und Identität gesteigertes Sein, das für solche, die nur das Leben der Sinne und des Verstandes kennen, unvorstellbar ist. Was das Sein im Nirwana bedeutet, dafür haben jene, die sich seiner erfreuen und es leben, in den heiligen Schriften der Welt in vergangenen Zeiten Zeugnis abgelegt.

Und auch heute noch bezeugen es Menschen, die die stolze Leiter vollendeter menschlicher Natur erklommen haben, aber noch mit der Erde in Verbindung geblieben sind, damit auch die nachfolgende Menschheit auf ihren Sprossen nicht strauchle.

Nirwana ist das Herz des Universums, aus dem alle seine Lebensströme quellen. Ihm entströmt der große Atem, der das Leben aller ist, hierher wird er auch wieder zurückgeführt, wenn das Universum sein Ziel erreicht hat. Nirwana ist die beseligende Vision, nach der sich die Mystiker sehnen, die unverhüllte Glorie, das höchste Ziel.

Weitere Ebenen

Was jenseits der fünften, also in der sechsten und der siebten Ebene liegt, verbirgt sich unseren Blicken und verschwindet im unvorstellbaren Licht der Gottheit. Es steht ein Tempel in China, der vollkommen leer ist. Es befindet sich nichts darin: Kein Heiligenbild, keine Schriften, nichts.

Der Tempel besteht nur aus blanken, nackten Wänden. Sogar der Priester bleibt draußen. Er sagt: “Ein Priester kann nur vor dem Tempel sein, nicht in ihm.” Fragt man ihn, wo die Gottheit des Tempels sei, sagt er: “Da, schau!” – Man sieht nur die Leere, es ist niemand da. “Sieh. Hier. Jetzt.” Und es bleibt nur ein nackter, leerer Tempel, ohne jeden Inhalts.

Wer sagt, “ich weiß”, der kommt nicht über die fünfte Ebene hinaus. Nur ein Buddha geht über diese hinaus, indem er spricht: “Ich weiß nicht.” Er weigert sich, Antworten auf die allerletzten Fragen zu geben.

Er sagt: “Niemand weiß. Niemand hat es gewusst.”

Keinem Lehrer ist es möglich, zu sagen, das er diese Ebenen gekannt hat, weil er in dem Moment, in dem er dies sagt, den Kontakt dazu verloren hat. Wenn es jemand kennt, dann kann er nichts darüber sagen. Bis zur vierten Ebene kann man Symbole verwenden, aber schon die fünfte Ebene kann nicht mehr umschrieben werden, sie entbehrt jeder Symbolik. Es ist nur eine Leere.

„Du klagst mit unzufriedenem Geist,
dass dich das Glück so kärglich speist?
Setz deinen Wünschen nur ein Ziel!
Wer viel begehrt, dem mangelt viel.“
Christian Friedrich Daniel Schubart

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