Das Geheimnis der kosmischen Gesetze – Kosmos – die Weltordnung

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Zufall

“Der Zufall ist das sanfte Ruhekissen jener, die das Göttliche, Sinnvolle und den Kreaturen ein Ziel Zuweisende aus dem Kosmos ausscheiden möchten, zugunsten der öden Fabel, das All sei jenseits jeder Sinnverwirklichung ganz nebenher und absolut von selber zustande gekommen.” ( Herbert Pritsche )

In diesem Kapitel befassen wir uns mit dem ersten universellen Gesetz des Erfolges. Um all die Gesetze, auch die später folgenden zu verstehen, muss man diese in ihrer, Wirkungsweise beobachten, man muss sie verstehen lernen.

Nur allzu verständlich erscheint die Tatsache, dass man ohne Kenntnis dieser Gesetzmäßigkeiten zwangsläufig immer wieder negative Überraschungen erleben muss. Wissenschaftlich gesehen gibt es zahlreiche Gesetze, die zwar “bekannt”, jedoch nicht “anerkannt” sind.

Was nicht hundertprozentig durch Logik und Vernunft anerkannt werden kann, wird nicht akzeptiert. Diese allgemein als “gesund” bezeichnete Lebenseinstellung kann dadurch oft krankhafte oder gar tödliche Folgen haben. Diese Einstellung setzt voraus, dass nichtexistent ist, was der menschliche Geist nicht versteht.

Wäre diese Einstellung nicht gefährlich, müsste man darüber lachen. So aber schaden sich Menschen meist selbst, ohne es zu wissen. Wir müssen uns zunächst darüber klar werden, dass es Gesetzmäßigkeiten gibt, die wir vielleicht in ihrem Gesamtzusammenhang momentan nicht verstehen – dass wir aber trotzdem diesen Gesetzmäßigkeiten unterliegen.

Millionen von Menschen benutzen z.B. ihren Fernseher, ohne die Gesetzmäßigkeiten der Elektronik zu verstehen – trotzdem akzeptieren sie das Vorhandensein und das Funktionieren dieser Gesetze.

Ebenso verhält es sich mit unserem Gehirn: Selbst die “moderne” Wissenschaft weiß bis heute noch nicht, wie “Denken” funktioniert; sie weiß nicht, wie das Gehirn arbeitet, woher es die Informationen bekommt (vor allem die neuen Ideen) – dennoch bezweifelt wohl niemand die Funktion und die gewaltige Leistung des Gehirns (oft wird allerdings von Menschen diese Leistung nur bei sich selbst nicht in Zweifel gezogen).

Man könnte unzählige Beispiele anführen: Das Herz, die Atmung usw. Wir können hieraus schließen, dass man das tiefere Verständnis einer Gesetzmäßigkeit nicht unbedingt haben muss, um sich gesetzeskonform zu verhalten. Es reicht in der Praxis, die äußerlichen Anforderungen der Gesetzmäßigkeit zu erfüllen, um eine entsprechende Wirkung zu erzielen.

Man muss z.B. nicht die genauen Kenntnisse über den Gasaustausch der Lunge besitzen; zum Überleben reicht es, wenn man weiß, dass man ein- und ausatmen muss. So simpel das Beispiel sein mag, es trifft den Nagel auf den Kopf. Die Natur selbst hat z.B. auch in diesem Falle mit der Widerspenstigkeit und dem Unverständnis des Menschen gerechnet und den Atmungsvorgang autonom gestaltet.

Dadurch brauchen wir einem Neugeborenen nicht erst “wissenschaftlich” den Atmungsvorgang zu erklären, sondern es atmet automatisch durch die unbewusste Steuerung. In unserer heutigen wissenschaftlich und technisch orientierten Gesellschaft ist hauptsächlich der Verstoß gegen eine grundlegende Wahrheit zu erkennen: ALLES Geschehen im Leben unterliegt einer Gesetzmäßigkeit.

Im Gegensatz dazu wird bei Geschehnissen, welche mit herkömmlichen Erfahrungen nicht zu erklären sind, der Begriff des ZUFALLS verwendet.

Die neuen Lexika drücken sich schon etwas vorsichtiger aus:
“Zufall, ein unvorhergesehenes Ereignis, das durch das Zusammenwirken von Ursachen entsteht, die nicht zueinander zu gehören scheinen.”

Besondere Aufmerksamkeit sollten wir in diesem Satz dem letzten Wort “scheinen” widmen. Diese Bezeichnung ist mehr eine Fragestellung als eine Erläuterung. Gibt es also einen “Zufall”, oder unterliegt jedes Ereignis einer Gesetzmäßigkeit? Sind Krankheiten, Unfälle oder Kriege Launen der Natur, oder ist ihr Vorhandensein gesetzmäßig? Wird man zufällig oder gesetzmäßig in eine arme oder reiche Familie geboren? Zufällig oder gesetzmäßig mit dem Lebenspartner getraut? Jeder normale Durchschnittsmensch würde sich bei diesen Fragestellungen gegen “Gesetzmäßigkeit” und für “Zufall” entscheiden.

Und genau hierin liegt der Irrtum.

Fährt jemand mit einem Auto, unterliegt er den Gesetzen der Schwerkraft, der Aerodynamik, der Energieumwandlung usw. Fährt er mit dem gleichen Wagen gegen einen Baum, so geschieht dieser Unfall nicht “zufällig”, sondern unterliegt ebenso einem Gesetz.

Schon der Name Kosmos (griech.: die Ordnung, Weltordnung) sagt ja aus, dass alles einer Gesetzmäßigkeit unterliegt. Im “Kosmos” ist also kein Platz für einen Zufall. Würde in dieser “Ordnung” auch nur ein winziges Detail “nicht berechenbar” und “nicht gesetzmäßig”, also “zufällig” geschehen, würde sich der Kosmos in ein Chaos verwandeln.

Nehmen wir als Beispiel einen Computer. Jeder Computer bildet in sich einen Kosmos, eine in sich abgeschlossene Ordnung. Nur das Einhalten der Gesetze macht ein perfektes Funktionieren möglich. Eine “Zufallsveränderung” zerstört den Computer. Würde man z.B. in die Schaltkreise einige Transistoren, Kondensatoren und Widerstände beliebig einlöten, würde der “Kosmos” zusammenbrechen. Der Computer ist dann nicht mehr verwendbar, er arbeitet nicht mehr.

Ebenso verhält es sich mit unserer Welt. Der kleinste “Zufall” würde die Ordnung zerstören und alles aus den Angeln heben. Für den einzelnen Menschen sind aber die Gesetzmäßigkeiten oft nur sehr schwer erkennbar. So stuft er als “zufällig” ein, was aus tieferer Sicht gesehen durchaus gesetzmäßig geschieht.

In einem schönen Beispiel lässt sich klar verdeutlichen, wie der “Zufall” seine eigene Gesetzmäßigkeit offen legt. Ein Bereich der modernen Wissenschaft ist die Statistik. Auch Statistiker glauben an das Vorhandensein des “Zufalls”, beweisen jedoch mit ihrer Arbeit genau das Gegenteil. Werfen wir nämlich einen Würfel, wird jeder Statistiker behaupten, er zeigt “zufällig” die Zahl 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 an.

Wiederholt man allerdings den Versuch entsprechend oft, ergibt die Summe aller Zahlen eine gesetzmäßige Kurve. Diese Kurve wird als “Normalverteilung” bezeichnet. Durch die Summierung nicht gesetzmäßiger Einzelergebnisse ergibt sich also wieder eine Gesetzmäßigkeit!

Was zuerst nicht als Gesetzmäßigkeit erkennbar ist, muss deshalb noch lange nicht “zufällig” sein. Bei der Auffindung der jeweiligen Gesetzmäßigkeiten kann unser Analogiegesetz “Wie oben, so unten” von entscheidender Bedeutung sein. Dort wo das menschliche Vorstellungsvermögen endet, leistet dieses Gesetz unschätzbare Dienste.

Im Grunde besteht dieses Blatt Papier zu 99,999 Prozent aus “NICHTS”.

Die Umkreisungsgeschwindigkeit der Elektronen erzeugt den Eindruck einer Fläche, einer Materie. Einerseits verständlich, andererseits kaum verständlich. Denken Sie als Vergleich an folgendes Beispiel: Atomkern = Sonne, Elektronen = Planeten – riesige Abstände zwischen Sonne und Planeten. Dazwischen ist “nichts”.

Halten wir also fest: Alles, aber auch wirklich alles Geschehen im Universum unterliegt Gesetzmäßigkeiten. Oft fällt es nur schwer, die entsprechende Gesetzmäßigkeit zu erkennen. Halten wir weiter fest, dass die Gesetze immer Gültigkeit und Wirkung besitzen, auch dann, wenn der einzelne Mensch das Gesetz nicht kennt.

Um ein Gesetz zu befolgen, muss man es zunächst nicht unbedingt im Detail kennen, es reicht, sich analog zu verhalten, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Eine beliebige Ursache (z.B. eine Handlung) erzeugt eine dem Gesetz entsprechende Wirkung.

Das Wort “Zufall” drückt dies eigentlich auch schon aus: Es fällt jemandem etwas gesetzmäßig zu: Zu-fall. Wir müssen deshalb jedes künftige Ereignis immer unter dem Gesichtspunkt der Gesetzmäßigkeit sehen und nach ihr Ausschau halten. Nur so gelingt es uns, vom gesteuerten und manipulierten Menschen zum wirklich freien und unabhängigen neuen Menschen aufzusteigen.

„Lass niemals einen Tag vergehen, ohne dass du zu dir sagst: Morgen mache ich es besser.“
Brigham Young

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