Das Geheimnis der Reinkarnation – Wiederverkörperung

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Wiederverkörperung

Die “drei Welten”, welche die Seele während ihres Wachstums immer wieder zu durchwandern hat, sind also die physische, die astrale und die mentale. Auf diesen drei Ebenen bewegt sich das Rad des menschlichen Lebens, an das die Seelen während der Zeit ihrer Entwicklung gebunden sind und welches sie der Reihe nach immer wieder in jede dieser drei Welten bringt.

Durch unsere Ausführungen in den letzten Lehreinheiten wie auch in der vorliegenden sind wir jetzt in der Lage, eine vollständige Lebensperiode der Seele zu verfolgen. Als Leben wird die Gesamtheit all dieser einzelnen Abschnitte bezeichnet. Solange sich der Mensch auf den frühen Stufen seiner Entwicklung befindet, ist das Leben des “Ichs” auf die mentale, astrale und auf die physische Welt beschränkt. Es wird jedoch in der Menschheitsentwicklung eine Zeit kommen, in der das “Ich” erhabenere Regionen betreten kann und in der die Wiederverkörperung der Vergangenheit angehört.

Solange sich aber das Rad der Geburten und Tode noch dreht und der Mensch durch Begierden, die den drei Welten angehören, daran gebunden ist, verläuft sein Leben in diesen drei Bereichen. Jene Ebenen, die jenseits von den erwähnten Regionen liegen, werden wir, gleichwohl sich über sie nur wenig sagen lässt, noch ausführlicher betrachten.

Befassen wir uns nun mit dem Vorgang der Wiederverkörperung einer Seele. Halten wir uns diesbezüglich immer folgendes vor Augen: Die Wiederverkörperung der menschlichen Seele bedeutet nicht das Einführen eines neuen Prinzips in der Entwicklung, sondern ein sich entfaltendes Leben, das von Form zu Form geht, wobei es die in den einzelnen Formen gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen in sich speichert. Die Gesamtzahl der Wiederverkörperungen hängt davon ab, wie schnell die Seele lernt.

Betrachten wir nun die näheren Umstände, die bei der Wiederverkörperung eine Rolle spielen können. Wir können dadurch eine Reihe von Schwierigkeiten besser verstehen -wie beispielsweise den angeblichen Verlust des Erinnerungsvermögens.

Wir haben gesehen, dass der Mensch, während er nach dem physischen Tod durch Kamaloka und Devachan geht, nacheinander seine verschiedenen Körper verliert, den physischen, den astralen und den mentalen. Sie lösen sich alle auf, und ihre Bestandteile vermischen sich wieder mit dem Stoff der entsprechenden Ebene.

Die Verbindung des Menschen mit der physischen Hülle wird völlig aufgehoben und beseitigt. Aus dem Astral- und Mentalkörper aber gewinnt der eigentliche Mensch die Keime der Fähigkeiten und Eigenschaften, die sich aus seiner irdischen Tätigkeit ergeben. Und diese Samen für seinen nächsten Astral- und Mentalkörper werden im Kausalkörper aufbewahrt.

Auf dieser Stufe existiert dann nur noch der Mensch selbst. Der Morgen eines neuen Lebens beginnt zu dämmern, und abermals muss er an seine Arbeit gehen, bis der Abend wieder hereinbricht.

Das neue Leben beginnt mit der Belebung der mentalen Keime, diese binden aus den unteren Schichten der mentalen Ebene so lange Stoff an sich, bis ein neuer geistiger Körper erwachsen ist, der der mentalen Stufe des Menschen genau entspricht und der all seine mentalen Fähigkeiten als Organe zum Ausdruck bringt.

Die Erlebnisse der Vergangenheit erscheinen in diesem neuen Körper nicht als mentale Bilder. Denn sie hörten als solche auf zu bestehen, als sich der alte geistige Körper auflöste. Nur ihr Wesen und ihre Wirkungen auf die Fähigkeiten sind geblieben.

Die Erlebnisse waren die Nahrung des Verstandes, das Material, das er zu Kräften und Begabungen verarbeitete. Im neuen Körper erscheinen sie daher wieder als solche. Sie bestimmen das Material des Körpers und bilden seine Organe.

Nachdem sich der Mensch auf diese Weise mit einem neuen Körper für das kommende Leben auf der unteren mentalen Ebene umgeben hat, belebt er die astralen Keime, um sich für das Leben auf der astralen Ebene mit einem Astralkörper zu versorgen. Dieser entspricht abermals genau seiner Wunschnatur. Er gibt die in der Vergangenheit entwickelten Eigenschaften getreu wieder, so wie der Samen den Baum, von dem er stammte, erstehen lässt. Der Mensch ist jetzt vollständig ausgerüstet für seine nächste Verkörperung. Die Erinnerung an die Ereignisse seiner Vergangenheit ist jedoch allein in seinem Kausalkörper aufbewahrt, dem einen Körper, der in seiner fortdauernden Form von Leben zu Leben weiterbesteht.

Inzwischen werden außerhalb des Menschen die nötigen Vorgänge vollzogen, um ihn mit einem physischen Körper zu versehen, der seinen Eigenschaften entspricht. In vergangenen Leben hat der Mensch mit anderen Menschen Bande geknüpft und ist gewisse Verpflichtungen eingegangen – einige davon werden zum Teil seinen Geburtsort und seine Familie bestimmen.

Er ist für seine Mitmenschen eine Quelle des Glückes oder des Unglückes gewesen – dies ist ein Umstand, der die Bedingungen seines kommenden Lebens mitbestimmt. Seine Wunschnatur ist entweder beherrscht oder ungezügelt und ausschweifend – dies wird bei der Auswahl der physischen Erbanlagen des neuen Körpers in Rechnung gestellt werden.

Der Mensch hat gewisse geistige, beispielsweise künstlerische Fähigkeiten entwickelt – dies muss in Betracht gezogen werden, da hier, wo ein zartes Nervensystem und Empfindungsvermögen erforderlich sind, die physischen Erbanlagen wieder eine wichtige Rolle spielen.

Und so geht es in endloser Vielfalt weiter. Der Mensch kann und wird auch sicherlich viele einander widersprechende Charakterzüge besitzen, darum muss eine bestimmte Gruppe von ihnen ausgewählt werden, die sich für den gleichzeitigen Ausdruck durch einen Körper eignet.

Nachdem die Rasse, die Nation und die Familie bestimmt worden sind, wird sozusagen ein Modell für den physischen Körper geschaffen, das für den Ausdruck seiner Eigenschaften und für die Wirkungen der von ihm geschaffenen Ursachen geeignet ist. Der neue Äther-Körper, ein Abbild dieses Modells, wird mit Hilfe eines Elementals im Mutterschosse gebildet.

Der dichte Körper wird Molekül für Molekül genau in den ätherischen Doppelgänger eingebaut. Hier nun haben die physischen Erbanlagen die volle Entfaltungsmöglichkeit, da sie das Material bestimmen, welches zur Verfügung steht.

Auch wird man bei seiner Arbeit von den Gedanken und Leidenschaften der Mitmenschen beeinflusst, ganz besonders von jenen der ständig anwesenden Eltern. Der sich Verkörpernde kann also von Menschen, mit denen er in der Vergangenheit verbunden war, in seinen physischen Bedingungen, die sich für das neue irdische Leben entwickeln, beeinflusst werden.

Schon sehr früh kommt auch der neue Astralkörper in Berührung mit dem neuen Äther-Körper und beeinflusst dessen Bildung beträchtlich. Durch ihn wirkt der Mentalkörper auf den Aufbau des Nervensystems ein und bereitet es darauf vor, ein passendes Werkzeug für seine späteren Aufgaben zu werden.

Dieser Einfluss, der schon im pränatalen Leben beginnt – so, dass die Gehirnbildung schon bei der Geburt den Grad und die Ausgewogenheit der mentalen und moralischen Eigenschaften des Kindes zeigt -, wirkt nach der Geburt weiter.

Der Aufbau von Gehirn und Nerven und die Herstellung ihrer Beziehung zum Astral- und Mentalkörper vollzieht sich weiter bis zum siebten Lebensjahr- dann ist die Verbindung des Menschen mit seinem physischen Körper vollkommen hergestellt. Man kann sagen, dass er von da an mehr durch ihn wirkt, als an ihm arbeitet.

Bis zu diesem Alter befindet sich das Bewusstsein des Denkers mehr auf der astralen Ebene als auf der physischen. Ein Beweis dafür sind die bei Kleinkindern häufig zu beobachtenden psychischen Fähigkeiten. Sie sehen unsichtbare Spielgefährten und Märchenlandschaften, hören Stimmen, die für die Erwachsenen nicht erfassbar sind, und haschen nach reizenden zarten Phantasiegebilden aus der Astral-Weit.

Diese Erscheinungen verschwinden gewöhnlich, sobald der Verstand mit Erfolg durch den physischen Körper zu wirken beginnt. Das vorher verträumte Kind wird nun zu einem “normalen” Jungen oder Mädchen – oft zur großen Erleichterung seiner bestürzten Eltern, denen die Ursache für das “seltsame” Benehmen ihres Kindes unbekannt war.

Wie wäre es, wenn Sie Ihr Unterbewusstsein auf Glück, Liebe, Gesundheit, Wohlstand und Fülle programmieren könnten?

lothanius

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