Das Geheimnis des Unterbewusstseins – Unsere Welt – eine Scheinwelt

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Unsere Welt – eine Scheinwelt

In unserer heutigen Zeit des technischen Fortschrittes wird von den meisten Menschen Materie gleichgesetzt mit “fester Stoff”, auf dem alle Weiterentwicklung aufbaut. Materie ist etwas ganz Selbstverständliches, und es ist leichter, sie zu handhaben als sie zu verstehen.

So ist es meist wichtiger, die Auswirkungen und die Möglichkeiten, welche Materie bietet, zu erforschen, als deren Ursprung. Immer wieder ist man fasziniert von dem neuesten “Super-Styling-Auto”, von dem neuesten Großbildfernseher, von den neuen, noch höheren Hochhäusern, von Schiffen und Flugzeugen. Materie an sich ist etwas wirklich Faszinierendes. Materie lässt sich beliebig formen. Was aber ist eigentlich Materie?

Gerade da sich unsere physische Welt aus Materie zusammensetzt, ist dies eine der grundlegendsten Fragen. Sind Sie sich z.B. der Tatsache bewusst, dass sich Ihr Auto – rein materiell gesehen – in keinster Weise von Ihrem Körper unterscheidet – abgesehen von der Form? Dass ein Baum, ein Haus, ein Stuhl ebenso aus dieser Materie besteht wie unser Körper, unser Herz, unser Gehirn? Was haben z.B. ein Stuhl und ein menschlicher Körper gemeinsam?

Sehen wir uns den Aufbau eines Stuhles näher an. Ein Stuhl besteht aus Holz. Und Holz im kleinen aus Molekülketten – Molekülketten aus einzelnen Molekülen – Moleküle wieder aus einzelnen Atomen.

Alle Materie, gleichgültig in welcher Form, besteht aus Atomen. Der Durchmesser eines Atoms beträgt nur etwa 10 hoch -7 mm, also 0,0000001 mm. Dieses winzige Atom ist aber kein festes, starres Gebilde.

Es besteht aus einem positiven Kern, der sich aus Protonen und Neutronen zusammensetzt, sowie aus Elektronen, die ihn auf bestimmten Bahnen umkreisen. Die Größenverhältnisse eines Atoms sind sehr markant. Würde man z.B. den Kern des ersten und einfachsten Atoms, des Wasserstoffatoms, auf eine 10 mm große Kugel vergrößern, so würden das Elektron die Größe eines Sandkornes haben.

Dieses Sandkorn würde den Kern in einem Abstand von 100 m (!) mit annähernder Lichtgeschwindigkeit umkreisen.

Das heißt, das Atom besteht zu 99,99999 Prozent aus nichts, aus gähnender Leere. Und: Alle Materie besteht aus Atomen.

DAMIT BESTEHT ALLE MATERIE ZU 99,99999 Prozent AUS “NICHTS”!
Wie kommt nun die “feste Materie” zustande? Nehmen wir das Beispiel des Propellers eines Flugzeugs oder, noch einfacher, der Luftschraube eines Ventilators.

Stehend bilden die Flügel feste Materie, sie sind greifbar, wirklich.
Lässt man den Ventilator aber anlaufen, so verschwindet diese “feste Materie” und ist nur noch schemenhaft erkennbar. Feste Materie kann also durchaus die Eigenschaft haben, für das Auge “unsichtbar” zu werden.

Stellen Sie sich vor, die Flügel würden sich immer schneller und schneller drehen, fast mit Lichtgeschwindigkeit. Was würde geschehen? Die Flügel wären in fast jedem Augenblick an jeder Stelle. Man hätte den Eindruck, es handele sich um eine feste Scheibe.

Das aber ist die feste Materie: Ein sehr bewegtes Gebilde, welches zum weitaus größten Teil aus “nichts” besteht. Aus Elektronen, die den Atomkern umkreisen. Würde man z.B. einen 10.000-Tonnen-Frachter auf die tatsächliche Fläche der Atomkerne und der Elektronen zusammenschrumpfen lassen, so wäre seine Fläche nicht größer als ein Stecknadelkopf.

Ein einzelnes Elektron lässt sich aufgrund der hohen Geschwindigkeit gar nicht lokalisieren. Die Physiker sprechen daher von “Elektronenwolken”.

Das Elektron ist gezwungen, den Atomkern zu umkreisen. Während der Kern des Atoms positiv geladen ist, sind die Elektronen mit einer negativen Ladung versehen. Da das Elektron den Kern mit sehr hoher Geschwindigkeit umkreist, kompensiert es durch die entstehende Fliehkraft die elektrische Anziehungskraft des Kerns.

Würde das Elektron den Kern nicht mehr umkreisen, dann würde es auf ihn stürzen. Stellen Sie sich die Folgen für unsere physische Welt vor!

Die Schwierigkeit, vor der die heutige Wissenschaft steht, liegt darin, dass sie nicht erklären kann, warum das Elektron den Kern umkreist. Wer oder was veranlasst das Elektron zur Umkreisung? Wer hat es einmal “angestoßen”? ”Es gibt keine Materie an sich. Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung versetzt und sie zum winzigen Sonnensystem des Atoms zusammenhält.

Da es aber im ganzen Weltall weder eine intelligente noch eine ewige Kraft an sich gibt, müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten, intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Ursprung aller Materie.”
Max Planck Nobelpreisträger

Es gibt keine Wirkung ohne Ursache. Die Ursache, die veranlasst, dass sich in unserem Universum diese Abertrillionen von Elektronen in konstantem Umlauf befinden, kann nur jene Kraft sein, die auch die Kraft des Lebens ist. Ohne diese Kraft gibt es auf unserer physischen Ebene kein Leben.

Auch unser Gehirn besteht aus einer Unzahl von Atomen. Wir gehen aber nicht davon aus, dass Atome an sich intelligent sind.

Damit stellt sich die Frage: Wie können Milliarden von “dummen” Atomen eine so phantastische Denkmaschine wie unser Gehirn hervorbringen? Damit stoßen wir wieder auf die geistige Kraft. Eine geistige Kraft, die der Ursprung des Lebens ist, also eine göttliche Kraft.

Sehr weitreichend ist natürlich nun die Frage, ob wir mit unserem Denken Einfluss auf Materie nehmen können. Die beiden Gesetze der Erhaltung von Materie und Energie gehören zum sichersten Erkenntnisgut, das die Naturwissenschaft besitzt. Der größte deutsche Physiker, Albert Einstein, vereinigte diese beiden Gesetze zu einem einzigen, indem er aufzeigte, dass Masse und Energie nur zwei verschiedene Wesensformen der gleichen Erscheinung sind.

Ein wichtiges Ergebnis der Einsteinschen Relativitätstheorie war nämlich die Erkenntnis, dass Masse und Energie im Grunde ein und dasselbe sind und sich unter bestimmten Umständen wechselseitig ineinander verwandeln können.

Einstein sagte:

“Stoff ist verdichtete Energie, beides lässt sich ineinander umwandeln.”

Es ist wirklich ein glücklicher Umstand, dass eine der wichtigsten Beziehungen in der mathematischen Physik so einfach aufgebaut ist.

Diese Gleichung besagt nämlich lediglich, dass man eine bestimmte Masse m mit dem Quadrat der Lichtgeschwindigkeit (die 297.000 km/sec. beträgt) multiplizieren muss, um den Betrag an Energie zu erhalten, der in dieser Masse enthalten ist und frei wird, wenn sich diese Masse durch irgendeinen physikalischen Prozess in Energie verwandelt.

Am bemerkenswertesten ist dabei, dass das Quadrat der Lichtgeschwindigkeit so groß ist, dass selbst in einer winzigen Masse ein ungeheurer Betrag an Energie stecken muss.

So steckt in 1 Gramm Materie eines jeden Stoffes eine Energie von 20 Billionen Kalorien. Diese würde ausreichen, um einen See mit einem Durchmesser von 700 Metern und einer Tiefe von 4 Metern zum Kochen zu bringen.

Gedanken sind ebenso Energie. Wie direkt diese Energie eine körperliche Reaktion hervorrufen kann, zeigt sich beim Erzählen eines schmutzigen Witzes. Beim Zuhörer ist der Gedanke, das geistige Bild, derart stark, dass er rot anläuft. Seine Gedanken haben eine äußere Wirkung gezeigt.

Dieses “Rotwerden” hat aber einen entscheidenden Nachteil: Es kann nicht bewusst (zum Leidwesen mancher Menschen und zur Freude einer ganzen Industrie) gesteuert werden. Als erstes müssen wir uns deshalb mit diesem bewussten Steuern von Körperreaktionen beschäftigen.

Wir können dies mit einer sehr einfachen Übung beginnen. Mit der Entspannungsübung.

Suchen Sie sich eine ruhige Umgebung. Sie sollten möglichst von der Außenwelt abgeschirmt sein.

Setzen Sie sich völlig gelockert und gelöst in Ihren Stuhl, oder legen Sie sich in Ihr Bett. Wenn möglich, sollte Ihre Wirbelsäule gerade sein.

Entspannen Sie sich, und suchen Sie eine Position, in der Sie sich voll und ganz wohl fühlen. Auch während der Übung können Sie Ihre Haltung beliebig verändern.

Schließen Sie nun die Augen. Lassen Sie Ihre Gedanken um Ruhe und Gelöstheit kreisen.

Sodann beginnen Sie mit der eigentlichen Übung. Wiederholen Sie in Gedanken immer wieder die Vorstellung “warm”, und sprechen Sie dieses Wort laut aus; immer und immer wieder. Versuchen Sie, das Gefühl der Wärme zu empfinden. Spüren Sie dieses Kribbeln, welches von Ihren Beinen bis zum Kopf vorhanden ist.

Spüren Sie, wie es Ihnen immer wärmer wird. Die Wärme ist ein angenehmes Gefühl der Entspanntheit. Alles lockert sich, und es ist schön, Wärme zu empfinden.

Nachdem Sie einige Zeit diese Wärme empfunden haben, geben Sie diese wieder an die Außenwelt ab. Sie spüren, wie sich alles normalisiert; Ihre normale Körpertemperatur kehrt zurück. Mit dem Gedanken an “Stärke und Frische” stehen Sie wieder auf und gehen Ihrer vorherigen Tätigkeit nach.

WICHTIG

Lassen Sie es zu keiner übertriebenen Wärmestauung in sich kommen. Sie würden sich unter Umständen schaden. Es soll mehr ein angenehmes Wärmegefühl sein. Vor allem: Geben Sie am Ende einer jeden Übung die Wärme an die Umwelt ab.

Sollten Sie bei der Übung nicht sofort Erfolg haben, dann wiederholen Sie diese wieder und wieder. Mit jeder Wiederholung werden Sie feststellen, dass Ihnen Ihr Körper mehr und mehr gehorcht.

Es ist demnach möglich, durch reine Gedankenkraft Einfluss auf den Körper zu nehmen. Ihr Gedanke, Ihr Wunsch wurde Realität. Mit der Aufforderung, Wärme und Gelöstheit zu empfinden, haben sich die Blutgefäße entspannt, und die Blutzufuhr nahm zu.

Bei einer späteren Übung, der Wärmestauung, werden wir lernen, die Körpertemperatur beliebig zu steuern. Führen Sie aber auf keinen Fall jetzt schon eine übertriebene Wärmestauung durch; Sie können sich dadurch u.U. erheblichen Schaden zufügen, da Sie den Elementehaushalt Ihres Körpers verschieben würden.

Tatsache ist: Die Körperfunktion wurde durch Gedankenkraft bewusst gesteuert. Jedem ist bekannt, dass kranke Menschen mit unbändigem Lebenswillen im Verhältnis wesentlich schneller genesen als Menschen, die dem Leben eher negativ und unwillig gegenüberstehen.

Zum größten Teil handelt es sich bei Heilprozessen um autonome Vorgänge. Nehmen’ wir z.B. einen kleinen Kratzer an der Hand. “Nur” ein kleiner Kratzer, der in wenigen Tagen verheilt sein wird. Bedenken wir aber, wie viele Millionen und Milliarden von Atomen sich neu strukturieren müssen, um diesen “kleinen” Kratzer zu beseitigen. Eigentlich ist dies allein schon ein Wunder.

Noch vor wenigen Jahrzehnten sahen die Physiker das Atom als kleinsten Baustein der Materie an. Man vermutete sogar, dass das Proton des Kerns etwas Stabiles, dass es Urbestand der Materie sei. Doch die neuesten Forschungen beweisen, dass diese These unrichtig ist.

Wissenschaftler entdeckten die dauernde Bildung neuer kleinster “Subminiaturelementarteilchen”. Diese haben ihren Ursprung im Proton und im ganzen Kern. Allerdings haben diese Teilchen eine extreme Kurzlebigkeit. Kaum gebildet, verschwinden sie bereits wieder im Atomkern. Die Zeitgrössenordnung: Etwa 10 hoch -8 bis 10 hoch -21 Sekunden, d.h. bis zu 0,000000000000000000001 sec.

Diese Teilchen umgeben z.B. das Proton in einer eng umschließenden Wolke. Physiker nennen diese Wolke “Quantenfeld”. Dieses Feld ist aber unsichtbar und masselos. Die These der Stofflichkeit der Atome ist somit nicht haltbar.

In seinem Buch “Wendezeit” schreibt Capra darum folgendes:

“Die experimentelle Erforschung der Atome zu Beginn des Jahrhunderts brachte sensationelle und völlig unerwartete Ergebnisse. Die Atome waren keineswegs die harten und festen Teilchen, für die man sie immer gehalten hatte, sondern erwiesen sich als weiter Raum, in dem sich extrem kleine Teilchen – die Elektronen – um den Kern bewegten. Einige Jahre später machte die Quantentheorie deutlich, dass selbst die subatomaren Teilchen – die Elektronen sowie die Protonen und Neutronen innerhalb des Kerns – keine Festkörper im Sinne der klassischen Physik sind.

Die subatomaren Einheiten der Materie sind sehr abstrakte Gebilde mit einer doppelten Natur. Je nachdem wie wir sie ansehen, erscheinen sie manchmal als Teilchen, manchmal als Wellen. Diese Doppelnatur zeigt auch das Licht, das als elektromagnetische Schwingung oder als Teilchen auftreten kann. Die Teilchen des Lichts wurden zuerst von Einstein “Quanten” genannt – daher der Ausdruck “Quantentheorie”- und sind jetzt als Photonen bekannt.”

Und an anderer Stelle zeigt Capra auf, welche Schwierigkeiten Wissenschaftler mit dem Verstehen der Materie haben:

“Das EPR-Experiment stellt ein ausgezeichnetes Beispiel für eine Situation dar, in der ein Quantenphänomen mit unserer tiefsten Intuition der Wirklichkeit zusammenprallt. Damit ist es auf geradezu ideale Weise geeignet, den Unterschied zwischen klassischen und Quantenvorstellungen aufzuzeigen.

In einer vereinfachten Form des Experiments geht es um zwei kreiselnde Elektronen. Wollen wir nun das Wesentliche dieser Situation begreifen, müssen wir einige der Eigenschaften des Elektronenkreiselns, des sogenannten “spin”, verstehen.

Das klassische Bild eines kreiselnden Tennisballs reicht nicht wirklich aus, den Spin eines subatomaren Teilchens zu beschreiben. Teilchen-Spin ist zwar in gewissem Sinne eine Rotation des Teilchens um die eigene Achse, doch wie immer in der subatomaren Physik ist die klassische Vorstellung begrenzt.

Im Falle eines Elektrons ist der Spin des Teilchens auf zwei Werte begrenzt: Die Geschwindigkeit des Spins ist immer dieselbe, doch kann das Teilchen bei einer gegebenen Rotationsachse in der einen oder anderen Richtung kreiseln. Physiker bezeichnen diese beiden Werte des Spins oft als “up” und “down”, wobei sie in diesem Fall davon ausgehen, dass die Rotationsachse des Teilchens vertikal ist.

Spin up Spin down

Die entscheidende Eigenschaft eines kreiselnden Elektrons, die man im Rahmen der klassischen Vorstellung nicht verstehen kann, ist die, dass seine Rotationsachse nicht immer mit Sicherheit bestimmt werden kann.

Genauso wie Elektronen die Tendenz aufzeigen, an bestimmten Orten zu existieren, zeigen sie auch die Tendenz, um bestimmte Achsen zu kreiseln. Führt man jedoch für eine beliebige Rotationsachse eine Messung durch, dann wird man finden, dass das Elektron in der einen oder der anderen Richtung um diese Achse kreiselt.

Anders ausgedrückt: Das Teilchen erhält im Augenblick der Messung eine bestimmte Rotationsachse; man kann jedoch nicht sagen, dass es schon vor der Messung um eine bestimmte Achse kreiselte. Da hat es nur eine gewisse Tendenz oder das Potential, das zu tun.

Nach dieser Erklärung des Spins von Elektronen können wir uns jetzt mit dem EPR-Experiment und dem Theorem von Bell näher beschäftigen. Um das Experiment in Gang zu bringen, nutzt man eine von mehreren möglichen Methoden, zwei Elektronen in einen Zustand zu versetzen, in dem ihr Spin zusammengenommen gleich Null ist, das heißt, sie kreiseln in entgegengesetzten Richtungen.

Nehmen wir nun an, die beiden Teilchen in diesem System mit dem Gesamtspin gleich Null werden durch einen Vorgang auseinander getrieben, der ihren jeweiligen Spin nicht beeinträchtigt.

Während sie sich voneinander entfernen, ist ihre kombinierte Kreiselbewegung immer noch gleich Null. Sobald sie dann durch eine größere Entfernung getrennt sind, wird ihr jeweiliger Spin gemessen. Ein wichtiger Aspekt des Experiments ist, dass die Entfernung zwischen den beiden Teilchen im Augenblick der Messung makroskopisch ist.

Sie kann beliebig groß sein; das eine Teilchen kann sich in Los Angeles, das andere in New York befinden, oder das eine auf der Erde, das andere auf dem Mond.

Nehmen wir nunmehr an, der Spin des Teilchens 1 werde in bezug auf eine vertikale Achse gemessen und als “aufwärts” (up) gerichtet befunden. Da der kombinierte Spin der beiden Teilchen gleich Null ist, geht aus dieser Messung hervor, dass der Spin von Teilchen 2 “abwärts” (down) gerichtet sein muss.

Oder aber: Wenn wir den Spin von Teilchen 1 in bezug auf eine horizontale Achse messen und feststellen, dass es nach “rechts” kreiselt, dann wissen wir, dass in diesem Falle die Kreiselbewegung von Teilchen 2 nach “links” gerichtet sein muss.

Die Quantentheorie sagt uns, dass in einem System von zwei Teilchen, deren gesamter Spin gleich Null ist, der Spin der beiden Teilchen um jede beliebige Achse stets in Korrelation – in entgegengesetzten Richtungen verlaufend – sein muss, obwohl der jeweilige Spin der Teilchen vor der Messung nur als Tendenz oder Möglichkeit existiert.

Diese Korrelation bedeutet, dass die Messung des Spins von Teilchen 1 in bezug auf eine beliebige Achse zugleich eine indirekte Messung des Spins von Teilchen 2 darstellt, ohne dass dieses Teilchen auf irgendeine Weise beeinflusst wird.

Paradox an diesem EPR-Experiment ist, dass es dem Beobachter freisteht, die Messachse zu wählen. Sobald er diese Wahl getroffen hat, verwandelt die Messung die Tendenz der Teilchen, um verschiedene Achsen zu kreiseln, in Gewissheiten. Der entscheidende Punkt ist nun, dass wir unsere Messachse im letzten Augenblick wählen können, wenn die beiden Teilchen schon weit voneinander entfernt sind.

In dem Augenblick, in dem wir unsere Messung an Teilchen 1 durchführen, wird Teilchen 2, auch wenn es Tausende von Kilometern entfernt ist, einen ganz bestimmten Spin annehmen: “aufwärts” oder “abwärts”, wenn wir eine vertikale, “links” oder “rechts”, wenn wir eine horizontale Achse gewählt haben. Woher aber weiß Teilchen 2, welche Achse wir gewählt haben?

Es hat überhaupt keine Zeit, diese Information mittels eines konventionellen Signals zu empfangen. Das ist der springende Punkt am EPR-Experiment und auch der Punkt, an dem Einstein mit Bohr nicht übereinstimmte. Für Einstein war, da sich kein Signal schneller als mit Lichtgeschwindigkeit fortpflanzen kann, es unmöglich, dass die an einem Teilchen vorgenommene Messung im selben Augenblick die Richtung des Spins des anderen, Tausende von Kilometern entfernten Teilchens bestimmen kann.

Nach Bohr ist das Zwei-Teilchen-System ein unteilbares Ganzes, selbst wenn die Teilchen durch riesige Entfernungen voneinander getrennt sind. Ein solches System kann man nicht unter dem Aspekt unabhängiger Teile analysieren. Anders ausgedrückt: Die kartesianische Anschauung von der Wirklichkeit ist auf die beiden Elektronen nicht anwendbar. Obwohl im Raum weit voneinander getrennt, sind sie durch unmittelbare, nicht lokale Zusammenhänge miteinander verbunden.

Diese Zusammenhänge sind keine Signale im Einsteinschen Sinne; sie transzendieren unsere konventionelle Vorstellung von Informationsübermittlung, Beils Theorem unterstützt Bohrs Deutung, die beide Teilchen als unteilbares Ganzes sieht, und weist unbestreitbar nach, dass Einsteins kartesianische Weltanschauung mit den Gesetzen der Quantentheorie unvereinbar ist.

Diese Situation hat Stapp wie folgt zusammengefasst: “Das Theorem von Bell beweist tatsächlich die profunde Wahrheit, dass die Welt entweder grundsätzlich gesetzlos oder grundsätzlich unteilbar ist.”

In einem 1951 erschienenen Lehrbuch der Quantentheorie zieht David Bohm interessante Vergleiche zwischen Quantenvorgängen und Denkvorgängen, womit er die zwei Jahrzehnte zuvor von James Jeans getroffene berühmte Feststellung noch erweiterte:

“Heute besteht ein großes Maß an Übereinstimmung, … dass der Strom unserer Erkenntnisse sich in Richtung einer nichtmechanischen Wirklichkeit bewegt; das Universum beginnt mehr wie ein großer Gedanke denn wie eine große Maschine auszusehen.”

Wie sagte Einstein:

“Stoff ist verdichtete Energie, beides lässt sich ineinander umwandeln.”

Am Anfang war also Energie. Die Energieteilchen (Quanten) haben Konzentrationen gebildet. Hieraus entstanden Elementarteilchen, dann Atome, Moleküle, Zellen usw. Materie ist also im Grunde genommen nur Energie, Elektrizität, Schwingung.

MATERIE BESTEHT AUS ENERGIE! GEDANKEN SIND ENERGIE!
ALSO KÖNNEN GEDANKEN MATERIE BEEINFLUSSEN!

„Schwierigkeiten sind dazu da,
um wachzurütteln, nicht um zu entmutigen.
Der menschliche Geist entwickelt sich stark durch Konflikte.“
William Ellery Channing

„Dieses Buch wird Ihr Leben für immer verändern“