Die Geschichte der Seele – Ka und Ba

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Schon früh stellte man vor, dass es etwas Unsichtbares, eine Seele geben müsste. Dieses Wissen von einem unsichtbaren, schattenartigen Wesen entstand schon lange vor der äpyptischen Kultur. Ausgrabungen und Höhlenmalereien lassen den Schluss zu, dass es einen Seelen glauben den so genannten ein Animismus, bereits in der Steinzeit gab. Er heute noch bei primitiven Volksstämmen, unter anderem bei den nordsibirischen Nomaden und den Eskimos, zu finden.

Der Seelenglaube des vorgeschichtlichen Menschen ist nicht zu vergleichen mit dem, was wir unter dem Begriff des psychischen verstehen. Der frühe Seelenglaube war eher ein Geisterglaube. Für den vorgeschichtlichen Menschen war die Natur beseelt. Dies erklärt sich daraus, dass er noch nicht in der Lage war, sich seiner psychischen Funktionen bewusst zu werden und sie deshalb auf die Objekte seiner Umwelt projizierte. Aber da ihm das Bewusstsein fehlte, weil um den Berg, den Baum, die Quelle, das Tier zu erleben empfand er das Gefühl bestimmte Erlebnis als etwas von der eigenen Person getrenntes. So waren in seinen Erden Leben der Umwelt die Dinge, die ihn umgaben, von höchst realen Geistern und Dämonen erfüllt.

Auch Ka, in der Frühzeit der ägyptischen Kultur verstanden als die schöpferische Kraft des Menschen (sowohl sexuelle Potenz als auch Intelligenz), war damals etwas geisterhaftes, allerdings in einem differenzierten Sinn. Der Ka wurde zwar in Piramidentexten als Person bezeichnet, aber Ka sollte wohl eher als eine Kraft denn als eine göttliche Lebensform angesehen werden. Mit den Worten unserer Zeit beschrieben, war Ka wohl die Dynamik des lebendigen.

Der Begriff des Ba ist seit den dritten Jahrhundert v. Chr. bekannt. Allerdings nur in Verbindung mit dem Pharao, denn dem damaligen religiösen Glauben zufolge besaß nur er eine Seele. Vergleichbar mit einem Ameisenstaat, dessen Königin für die Ameisen das physisch steuernde Zentralgehirn ist, war der Pharao das Oberhaupt. Seine Untergebenen waren ohne eigenes Bewusstsein, eben der physische Anhang ihres Gottes, des Pharao.

Etwa um 2100 v. Chr. hatte dann bereits ein gewöhnlicher Sterblicher 1 Ba. Am Berliner Papyrus enthält die Gedanken eines lebensmüden aus den alten Ägypten, die er seiner Seele übermittelt. Der seines Lebens überdrüssige schildert darin die Auseinandersetzung mit seinen Depressionen und deren Überwindung. Der Ba wird hier als das unterbewusste verstanden. Der Lebensmüde spricht mit seinem Ba, d.h., es findet ein analytischer Prozess der Bewusstwerdung statt.

Damals entdeckte wohl jeder Mensch seinen Ba. Bei diesen allgemeinen Bewusstseinssprung ist ein individueller Ba in jedem Menschen vorhanden. Durch diese geistige Revolution hat jeder Mensch bewusst eine eigene Seele und empfindet sich als ein Individuum, das von seinen Mitmenschen verschieden ist.

Der Begriff Ka umfasste neben der körperlichen Kraft auch Intelligenz und Geist. Als Hieroglyphe, die Ka symbolisierte, kannte man den Stier. Daneben gab es für das heutige Unbewusste dem Ba. Die Ägypter maßen den Toten große Bedeutung zu. In ihrer Vorstellung lebte die K kraft nach dem Tod eines Menschen weiter. Dem Ka errichteten sie Statuen, dem Ba nicht. Die Seele galt als etwas und Unkörperliches. Die Hieroglyphe des Ba war ein Vogel mit einer kleinen Sternenflamme oder ein Stern. Die Macht der Seele stammte nach diesen Vorstellungen von den Sternen und kehrte nach dem Tod wie ein Vogel wieder zu den Sternen zurück. Man nahm an, dass der Ka des Menschen seine Kraft aus dem Ba Bezog.

Denn auch die Sonne gewann ihre lebenspendende Kraft aus den Kosmos, dem All-Ba. Das hieß also, dass ein persönlicher Ba als verborgener Teil des Ganzen die eigentliche Energiequelle für die eigene Ka-Kraft sein musste. Der Glaube an kosmische Götter und den Sonnengott Re und die Vorstellung der alten Ägypter von der Seele verbanden sich darin. (Im alten Ägypten galt der Sonnengott Re als der Vater des Pharaos.)

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