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Alkoholiker: Wie Menschen Wege aus der Sucht finden | NDR

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7 Tage… trocken

Silke war 15, als sie ihr erstes Bier getrunken hat. André hat jahrelang seine Familie belogen, bis er endlich den Absprung geschafft hat. Und Vicente musste sich erst mit 3,4 Promille selbst ins Krankenhaus einliefern, um den Weg aus der Sucht zu schaffen. "Wenn ich wieder anfange zu trinken, kann ich sterben", sagt er.

1,3 Millionen Menschen in Deutschland gelten als alkoholabhängig, quer durch alle Gesellschaftsschichten. Nur die allerwenigsten sprechen offen darüber. "Die Menschen, die mir am wichtigsten waren, habe ich angelogen", erzählt Silke, die Leiterin der Selbsthilfegruppe. Jetzt ist sie dank einer Langzeittherapie seit zehn Jahren trocken. "Aber einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker." Der Weg aus der Sucht ist eine große Herausforderung, bei der sich die Suchtkranken gegenseitig zur Seite stehen.

7 Tage Autorin Lisa Wolff hat die Tücken der Krankheit in ihrer eigenen Familie erlebt. Sie fragt sich bis heute: Wie kann man einem Süchtigen helfen, der jede Hilfe ablehnt? Wie kann die Sucht überwunden werden und welche Rolle spielen dabei Selbsthilfegruppen wie die von Silke, André und Vicente?

58 Kommentare

  1. Krasses Thema, gute Einblicke. Kinder sollten auf jeden Fall werden dürfen was sie möchten 🙂

    1. Ich wollte immer Diplomingenieur werden. Hat nicht geklappt.

  2. Frag mich, wie viele schon durch Cannabis in Schlägereinen und so gekommen sind…

    1. „Am ende sind die Leute damit glücklicher, leisten mehr und es kostet dem staat weniger.“

      Ist durch eine legalisierung der bisher für illegal erklärten Substanzen zu erreichen 🙂

    2. +CoolRabi Heinz Nein, das versuche ich nicht. Ich bin auf ihre Argumentation eingegangen, leider wurde sie total defensiv und konterte mein „schwache Drogen“ mit „Menschenfleisch essen“. Deshalb bin ich so sehr in die Offensive gegangen.

      Zumal auch ihr zweiter Kommentar nun fehlt. Warum auch immer. Das sie nicht richtig auf mich eingeht, lag nicht in meiner Hand. Ich wollte ihr lediglich eine andere Denkweise aufzeigen, dass eine Gesellschaft nicht alles verbieten kann, was Spaß macht. Wie gut das funktioniert, sieht man an den vielen Cannabiskonsumenten und das trotz Milliardenschwerer Ausgaben.

      Zumal, wo habe ich behauptet, dass es nur Drogen im Leben gibt? Bewusstseinsverändernde Substanzen sind eine Möglichkeit, es gibt aber natürlich auch noch viel mehr.

      +Tokkayun Das ist generell ein Problem in Deutschland. Anstelle das einem ein vernünftiger Umgang beigebracht wird, wird es ehr „einfach“ verboten.

    3. Pas cal Alkohol würde ich jetzt nicht zu den schwachen Drogen zählen. Sonst stimme ich dir zu, es ist total unverhältnismäßig Cannabis zu verbieten, währen Drogen wie Alkohol und Nikotin, die viel gefährlicher sind, erlaubt sind. Egal wie man die Drogen nach ihrer Gefährlichkeit einstuft, Alkohol wird immer vor THC kommen.

    4. Gamingwelle Ein bekannter von mir wurde von nem Bekifften verkloppt

  3. 4:35 die Sache ist… man müsste auch mit dem Rauchen aufhören.

    1. vor über dreißig Jahren erzählte ein drogenFACHMANN der nordelbischen Kirche folgendes.ich kann ein STANGE rauchen,aber ich schlage danach nicht meine FRAU….ich DENKE, dass sagt alles….

    2. Mit dem Rauchen aufzuhören ich überhaupt kein Problem, da kann ich im Gegensatz zur Akloholsucht wirklich mitreden. Rauchen ist eher eine Kopf und Gewöhnungssache denn eine „echte“ Substanzsucht. Das ist beim Alkohol anders.

    3. Sie wird 10 Jahre später die schlimmem Folgen des Rauchens erkennen und einen Entzug machen.

    4. K4n0n3nkn3cht Abhängigkeit ist ein Teil der Psyche.

    5. @ A richtin B flsch : Das ist so nur bedingt richtig. Man muss klar zwischen physischer und psychischer Abhängigkeit unterscheiden. Zigaretten zb machen eher psychisch abhängig, davon kann man relativ leicht loskommen. Beim Alkohol kommt ganz klar noch die physische also körperliche Abhängigkeit dazu. Und davon kommen die wenigsten ohne professionelle Hilfe weg. Kalter Entzug kann da mitunter sogar schwerste Folgen haben.

  4. Diese Doku ist wirklich gut, aber unglaublich heftig, wenn man selbst aus schwierigen, traumatisierenden Familienverhältnissen stammt. Da muss nicht einmal Alkohol im Spiel gewesen sein.
    Bei mir sind einige Tränen gekullert, aber gerade deshalb möchte ich mein Lob aussprechen.
    Ihr habt es wirklich geschafft die unschöne Wahrheit einzufangen und wiederzugeben.
    Danke auch für die Authentizität der Darsteller!

    1. Vielen Dank für deinen Kommentar und dein Lob. Das bedeutet uns viel – speziell bei diesem Film.

    2. Woher willst Du wissen, daß die Menschen, die dort „mitspielen“ authentisch sind? Möglicherweise sind es nur „authentische Schauspieler“ ? Was macht die „anonymen Alkoholiker“ aus? Vielleicht, daß sie „anonym“ sind ? Denk mal drüber nach…….. Das Fernsehen verkauft Illusionen…….UND da will ich jetzt mal gar nicht von der GEZ anfangen….denn DAS ist als einzige Institution KEINE Illusion, sie zieht Gebühren ein, obwohl es sich bei dieser Institution nichtmals um eine Behörde handelt…… Jedoch handelt diese in staatlichem Auftrag, weil dieser Synergismus erhebliche juristischen Vorteile bietet !

    3. Thorsten Truth Warum schließt du denn die Möglichkeit aus, dass sich einige Menschen dazu bereit erklärt haben öffentlich über ihren Weg zu sprechen?
      Was haben nun GEZ-Gebühren damit zu tun?
      Und warum herrscht eigentlich immer mehr die Meinung vor „die da oben“ machen mit uns, was sie wollen? Auch beim Fernsehen arbeiten normale Menschen. Und selbst wenn es extra engagierte Schauspieler wären, hätten sie einen guten Job gemacht.

    4. Thorsten Truth Sie nennen sich die anonymen Alkoholiker. Es gibt sicher genügend Gruppen, in denen alles andere als Anonymität herrscht. Auch in dieser Gruppe scheint ein gutes Miteinander zu sein.

  5. Sehr emotional, habe ähnliche Erfahrungen.
    Ich habe meinen Vater an die Alkoholsucht verloren und er dieses Jahr deswegen sein Leben.
    Kann die dargestellten Aussagen sehr nachvollziehen. War bei ihm ähnlich, er hat es nicht wirklich eingesehen…

    1. Tamara D. Ich wünsche dir alles Gute.Ich weiß wie es ist

  6. Arme Silke 🙁 Bitte lass deine Gefühle raus. Fühle sie. Das nimmt ihnen die Macht, ich habs selbst erfahren. Dann kannst du dir selbst die beste Freundin werden und dir Liebe geben ❤

    1. femaleforester spricht dann aber natürlich trotzdem spanisch

    2. Er hat doch gesagt, dass er aus Südamerika stammt.

  7. Scheiß Alkohol! Und für einen Krümel Gras wird man hier behandelt wie ein Verbrecher und so ein Dreckszeug wie Alkohol ist hier ja „Kultur“.

    1. Aber auch nicht dämonisieren und das Andere eben verharmlosen @Noob

    2. Oliver Geissen Alles was man übertreibt ist scheiße wen ich Mal ein votka trinke wird es mir nicht schaden und wen ich Mal einen Joint raucht wird es mir ebenso nicht schaden

    3. Scheiße sind eigentlich nur die Zustände, die einen dazu bringen, sich in irgendeinen Dauerrausch zu begeben.

    4. Oliver Geissen,beim Alk kann der Staat aber richtig abzocken!!Bei Gras nicht!

  8. 07:10
    Board of Canada
    Ich bin immer wieder echt beeindruckt von der musikauswahl bei euch. Irgendwo sitzt doch da ein echter kenner mit niveau im hintergrund ☺

    1. Weißt Du auch von wem die Musik ist??? Gefällt mir auch sehr gut

    2. Aleksandar Obradovic BOARDS OF CANADA heißt die band.

  9. Ganz tolle Doku. Schoen das da nicht jemand mit erhobenem Zeigefinger predigt und man nichts schoen redet. Danke NDR. Eure Dokus sehe ich hier in den USA immer gerne, denn trotz ueber 100 Fernseh Kanaelen gibt es sowas hier naemlich eher nicht.

    1. Ja das ist richtig. Auch ich liebe die Deutschen Dokus 🙂

  10. Mir wurde eine unbeschwerte Kindheit durch den Alkoholismus eines meiner Elternteile versaut, für mich ist und bleibt Alkoholismus eine egoistische, schwache sucht. Beim Satz „Alkoholismus ist eine Krankheit“ fehlen mir die Worte, es klingt für mich wie eine ausrede. Gut, dann ist seinen Kindern durch seine „Krankheit“ die Kindheit zu rauben ein Verbrechen und die ständige Angst die man als Kind Abend für Abend durchlebt, in Erwartung das der Betrunkene schon wieder übergriffig wird reine  Folter. Ich weiß, vielleicht sollte ich verständnisvoller sein, weil ich selbst nie Alkoholiker war aber ich kann es einfach nicht, ich kann einfach kein Verständnis dafür aufbringen, wenn man seiner Familie mit seinem Verhalten schmerzen zufügt.

  11. Für mich, alle ganz starke Persönlichkeiten! Und sogar gefestigter und lebensbejahender als viele Nichtalkoholiker.

  12. 56:30 min…wie heißt bitte das Lied? Alles schon probiert, um es herauszufinden 😉

    1. Ich habe das NDR Video Team angeschrieben und sie haben prompt geantwortet. Das sind ^the antlers- east river Berlin wall^.

    2. Hi, nadine!

      Hier haben wir eine ganze Playlist quasi für Sie! 😉

      1. Olafur Arnalds: „Runaway“ // Album: „Gimme Shelter“

      2. Boards of Canada: „Olson“ // Album: „Music Has The Right To Children“

      3. José Gonzalez: „Leaf off / The Cave“

      4. Ólafur Arnalds: „RGB“ // Album: „Late Night Tales“

      5. Ólafur Arnalds & Nils Frahm: „A1“ // Album: „Collaborative Works“

      6. Daughter: „Burn it down“ // Album: „Music from before the Storm“

      7. The Antlers: „East River Berlin Wall“

  13. Eine sehr berührende Doku mit einer extrem mutigen Reporterin und starken Persönlichkeiten!

    Aber eine Frage habe ich noch: Warum stand in der Runde der Selbsthilfegruppe immer ein leerer Stuhl? Als Symbol für jemanden, der verstorben ist oder der nicht gefilmt werden mochte?

    1. Hi, Bevliever!
      Danke für die Nachfrage! Wir erkundigen uns bei den Autoren des Films und melden uns, sobald wir eine Rückmeldung haben – da sind wir jetzt auch gespannt 😉

    2. Hi, Bevliever!
      Hier kommt auch schon die Antwort zum leeren Stuhl: Am ersten Abend war noch eine Person dabei, die sich dann aber entschieden hat, sich nicht filmen zu lassen. Der Stuhl wurde stehengelassen, falls die Person doch noch zurückkehrt. Symbolisch steht der Stuhl auch dafür, dass in Selbsthilfegruppen immer wieder Mitglieder für gewisse Zeit ausscheiden, z.B. wenn sie rückfällig geworden sind.

  14. Danke NDR, für diese, wieder mal, extrem starke Doku! Schön, wie respektvoll ihr mit dem Thema umgeht!

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