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Die Arbeit im Dorfladen in Kogel | 7 Tage | NDR

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7 Tage… im Dorfladen

Seit 40 Jahren arbeitet Dagmar jeden Tag hier: im Dorfladen in Kogel, im Süden Mecklenburg-Vorpommerns. Im Laden sieht alles noch ein bisschen so aus wie zu DDR-Zeiten. Als wäre die Zeit stehen geblieben. Die Welt draußen aber hat sich drastisch verändert. Während früher die Landwirtschaft die Leute hier ins "Zentraldorf" brachte, kommt seit der Wende kaum noch jemand. "Dieter hat den Laden nach dem Mauerfall übernommen. Ein Glück. Nicht nur für mich, fürs ganze Dorf!" findet Dagmar. Denn die Läden in den umliegenden Dörfern haben längst dicht gemacht.

Sieben Tage verbringen Stefanie Gromes und Sebastian Bäumler mit Dagmar im "letzten" Dorfladen. Das bedeutet: früh aufstehen, mit den Nachbarn reden, aber auch mal länger auf Kundschaft warten. Wie ist es, wenn um einen herum alles den Bach runtergeht, wenn kaum noch junge Leute bleiben – und wie ist es für die, die bleiben? Der Film zeigt, was mit einem Dorfmittelpunkt passiert, wenn die Welt drum herum nicht mehr die alte ist. Und er zeigt, was Sprühsahne mit Anerkennung und Dankbarkeit zu tun hat

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53 Kommentare

  1. Das ist zwar ein schöner Beitrag, wurde aber schon mal hochgeladen. Kommen denn auch noch neue „7 Tage“ Beiträge?

    1. 7 Tage… im Dorfladen ist eine Wiederholung, die wir am 6. Dezember gesendet haben. Unsere Dokus dürfen leider nur eine bestimmte Zeit im Netz stehen. Sobald wir etwas wiederholen, erscheint es natürlich auch wieder auf Youtube. Und: Natürlich kommen noch neue „7 Tage“-Sendungen. Zum Beispiel heute: „7 Tage… Mama werden“. Schöne Grüße

  2. Als Kind habe ich oft in einem Dorf an der Ostsee Urlaub gemacht, dort war auch so ein Landen. Ich fand es sehr schön, dass der Laden dort war. Drei Wochen lang einfach Semmeln und alles dort kaufen, sehr schön. Finde es schrecklich wie es vielen im alten Osten geht, sie haben so viel verloren.

    1. Betti ja, ganz schlimm. Einfach die Mauer abgerissen. Schlimm, wenn man Freiheit bekommt.

    2. In den westdeutschen Doerfern ist es auch nicht mehr so schoen, wie es mal war. Gerade im Norden & Sueden. In NRW ist alles noch dank Staedten etc besser verbunden.

    3. Jessica von B. Sorry, aber der Kommentar ist einfach nur unnötig und dämlich. „Freiheit bekommen“, das glaubst du ernsthaft? Einen Unterschied gibt es in diesem Bereich tatsächlich: Früher durften und konnten die Leute in der DDR nicht einfach mal so irgendwohin reisen, heute dürften sie es, können es aber oftmals nicht wegen den niedrigen Löhnen. Zudem war den Kindern damals ein Kitaplatz sicher, heute muss man darum kämpfen. Und das sind nur zwei Beispiele von vielen… Wo der Mauerfall Freiheit gab nahm er sie also gleichzeitig und da solltest du dich mal näher mit beschäftigen wenn du schon klug daherreden willst. 😉

  3. Minute 4:20, einfach das Portenmonnaie hinhalten, die nimmt sich das schon raus… Dorfleben halt

    1. TheMaster Oogway viele ältere Menschen haben Probleme kleine Münzen zu greifen oder die Zahelen darauf zu erkennen…LG

    2. Ach, das ist auch in der Stadt nicht anders. Zumindest in den Supermärkten in denen ich einkaufen gehe macht man sich selten Hektik an der Kasse. Oftmals wird sogar geholfen, den Rollator mit den Waren zu beladen. Nicht jeder kennt jeden, aber man ist ja immernoch eine Gemeinschaft. Die Mitarbeiter sind jeden Tag da, die Kunden kommen regelmäßig wieder.

    3. Ich wohne in einer Landkreisstadt und hier machen das auch viele alte, die ansonsten ewig brauchen würden um Ihre 20 Münzen zusammen zu suchen.

    4. ist bei mir auch ganz häufig bei alten Leuten der Fall. Wohne auch in einem Dorf, aber nahe Osnabrück.

  4. Irgendwie habt ihr es geschafft mit der Doku eine völlig trostlose Stimmung zu schaffen… Ich hab regelrecht schlechte Laune beim gucken :-/

    1. Die haben halt die Stimmung eingefangen die dort so vorhanden ist. Auf Reisen bin ich auch mal an solche altbacken-Konsums vorbeigekommen und neben den Preisen (die mindestens doppelt so hoch wir „normal“sind), ist mir vor allem auch exakt diese Stimmung aufgefallen von der du hier sprichst.

  5. Da die Doku ja schon ein bisschen älter ist und ich die ja auch erst zum dritten Mal hier gucke, stehen die Läden eigentlich noch?

    1. TheMaster Oogway ja steht noch .. hab Bekannte in dem Dorf und bin ab und zu mal dort 😉

    2. Ja, den Laden gibt es noch. Und er wird derzeit auch immer noch von Dieter und seiner Schwester Elke betrieben. Schöne Grüße

    1. Ist doch gut, wenn wir bei Wiederholungen im Fernsehen, unsere Dokus auch wieder über Youtube zugänglich machen. Schöne Grüße

  6. HERRLICH! Ich SEHNE mich nach diesen alten Zeiten, nach diesem Flaire und dem Gefühl von Wärme, Geborgenheit und Sicherheit, die diese kleine Welt einem geboten hat. Heute ist mir alles zu groß, zu kalt, zu viel, zu laut, zu schnell, zu anonym, zu unpersönlich, zu gefährlich usw usf. Einfach alles ZU viel von allem.

    1. luticia Ich glaube Sie können sich ne Mietwohnung in dem Dorf leisten

  7. so muss es sein, ich liebe es. Portemonnaie einfach in die Hand geben- dass es so etwas noch gibt, edel.

    1. Pure79er erlebe ich hier bei uns auch in aldi, Lidl und co noch oft genug und is mit 100.000 Einwohnern sicher kein Dorf.

    2. Sebastian S glaube ich Dir/ erlebt man bloss nicht mehr so oft.

  8. Am Ende der Doku sieht man auch mal wieder, dass in der DDR nicht alles schlecht war.

  9. Mit dem Kleinkram macht man halt nicht den Umsatz und auch nicht die Marge. Keine Ahnung, aber vielleicht würde eine Ecke mit etwas höherpreisigen Sachen (Herrenrasierer, Beautypaket für die Damen, Spielzeug für die Kinder – billig bestellt übers Internet, bisschen Marge drauf) etwas bringen. Die Leute sind bequem und wenn das der einzige Laden im Umkreis ist, dann kann das vielleicht schon was bringen.

    1. Unwahrscheinlich. Denn es sind immer die gleichen Leute da und der Lauf der Dinge ist das Menschen irgendwann sterben. Da aber junge Leute aus solchen Einöden flüchten werden die Kunden immer weniger. Es wird der Tag kommen woman mit dem Umsatz die Kosten nicht mehr decken kann. Und bevor das kommt wird jeder der etwas Mathematik beherrscht sagen: Jetzt ist schluss.

      Und auch wenn die Geschäfte noch existieren, sie werden verschwinden. Weil sich die Menschen immer mehr auf Städte konzentrieren. Mag man nicht schön finden, ist sicherlich auch total falsch, aber weder Du noch ich werden das ändern können.

      Früher hat man Butter und Milch direkt beim Landwirt erworben, die Wurst beim Fleischer und das Brot beim Bäcker. Aber mit der voranschreitenden Industrialisierung hat sich auch alles verändert. Aber vorher hatten alle irgendwas zu tun. Sei es das Vieh zu versorgen, Felder bestellen, Fleisch verarbeiten, Brot backen. Das sind die Grundpfeiler einer kleinen Gemeinschaft. Aber die sind nun mal alle weggefallen. Denn Brot backte dann ein großes Unternehmen am Fließband. Das Industriebrot war Anfangs nicht schlechter als das Brot vom Handwerksbäcker, war aber billiger. Nach und nach wurde alles immer mehr auf Gewinnmaximierung gedrillt. Kleine Betriebe gingen dann nach und nach Pleite. Es gibt in Dörfern meist keine Arbeit, deswegen flüchten alle in die Städte um dort Arbeit zu bekommen.

      Und alles was die Leute nicht in diesem kleinen Laden bekommen, das bekommen sie bei Amazon & Co. Und das viel billiger als es der kleine Laden je anbieten könnte. Da gibt es quasi nur ein Mittel gegen: Internet abschaffen…

      Das ist aber nicht möglich, denn dafür hängen inzwischen zu viele Existenzen am Internet.

  10. Heute geht es nur noch um Kapitalismus.

    Sehr schöne Doku. Bin selber erst 22 und finde sowas dennoch besser als heute.

  11. Da ist die Zeit stehen geblieben… Im Einzelhandel hatte ich so einen Preisauszeichner zuletzt in den 90er in der Hand… Und ich war damit auch so schnell….

  12. Schade das der Beitrag 5 Jahre alt ist. Gibts die Läden denn noch unter der selben Leitung ??

    1. Marcus geben ja .. aber unter der selben Leitung weiß ich leider nicht.. kann mich aber mal informieren 🙂
      Mein Vater ist vor kurzem dort hingezogen deshalb kennt man dort den ein oder anderen

    2. Ja, Dieter und seine Schwester Elke betreiben den Dorfladen derzeit noch. Schöne Grüße

  13. 11:05 „Landleben hat noch niemandem geschadet, Landleben war schon immer schön“ Ich war so verdammt froh aus dem Dorf (ca 7000 Einwohner) einfach raus zu sein. Von der Lage, Ruhe und behütet sein her top. Aber sobald du aus der Reihe tanzt und etwas anders als der Rest bist. Gelitten. Der Schlag von Mensch zumindest in meinem Dorf, mit wenigen Ausnahmen, echt gewöhnungsbedürftig. Starke Meinungen, aber wenig Wissen. Starke Meinungen, aber wenig Sozialkompetenz. Starke Meinungen, aber wenig wirkliche Fähigkeiten. Viel Klüngel, aber wenig Kompetenz. Wäre kein Problem, wenn man dazu steht.
    Das aber dann als „Zusammenhalt“ zu verkaufen…
    Aber selbst dass war so eine Sache. Alles was neu und anders war, wurde weg gebissen, da es bestehende Strukturen gefährdet. In der Stadt kannst du die Art Gleichgesinnten suchen, die zu dir passen und deswegen mit dir klar kommen und du mit Ihnen klar kommst.
    Von den ganzen anderen Möglichkeit von Ärzten, Infrastruktur, Bildung ect mal abgesehen.

    1. ich lebe zurzeit in meinem 3500 Einwohnerdorf nahe Osnabrück, ziehe für das Studium nächstes Jahr nach Münster. Dennoch mag ich mein Dorf, wenn ich älter bin, kaufe ich auf jeden Fall in solch einer Gegend ein Haus.

    2. Der Trend geht, sagen zumindest seit Jahren viele (oder gehen davon aus), Richtung Städte und urbane Zonen bzw. Ballungsräume. Eben mitunter auch, weil Infrastruktur da ein Punkt ist, und bei mehr Menschen vermutlich auch die Ballungsräume zunehmen werden, während zugleich manche Dörfer ja scheinbar „aussterben“.

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