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Drogen-Doku: Mit Kamera und Polizei zum Dreh | ZAPP | NDR

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Eine Sat-1-Reporterin recherchiert wochenlang undercover in der Psycholyse-Szene. Am Ende gibt sie ihre Infos der Polizei. Ein Problem für die journalistische Glaubwürdigkeit.

18 Kommentare

  1. Also ich finde die Aktion von der Journalistin unterste Schublade. Die Leute in der Sitzung sind jetzt bestimmt traumatisiert für den Rest ihres Lebens uns können erst recht niemandem mehr trauen. Ich mein stellt euch mal vor ihr hab ernsthafte psychische Probleme, greift nach dem letzten Strohalm und dann steht plötzlich eine Horde Bullen bei euch die euch nur noch mehr Probleme bereiten will.
    Zu der Sache mit dem Journalismus, der ist schon lange nicht mehr unabhängig und neutral und es wird immer schlimmer, was ich sehr schade finde, da er sehr wichtig ist für eine funktionsfähige Demokratie. Die Journalisten sollten mal aufwachen und die Kritik an ihrer Arbeit anerkennen, ihre eigene Meinung von ihrer Arbeit trennen. Falls es nicht schaffen, werden wir hier noch viel größere Probleme bekommen, da viele sich einfach nur verarscht fühlen und Protest wählen werden, nämlich die einzigen die für sie scheinbar diese Probleme ansprechen um die sich sonst niemand kümmert. Wacht doch endlich mal auf und lasst eure Blase platzen, lebt den Pluralismus sonst wird unsere Debattenkultur endgültig den Bach herunter gehen und mit ihr die Demokratie und das möchte ich nicht.

    1. Ich finde die Aktion ebenfalls unangemessen und halte die Teilnehmer auch nicht für Kriminelle, jedoch die selbsternannten „Therapeuten“ in diesem Fall, vollkommen gleich ob diese Leute einen Doktortitel haben oder sogar approbierte Mediziner sind.
      Allein Ihre völlig undifferenziert positive Sichtweise auf die experimentelle Behandlung mit psychoaktiven Substanzen, die Sie auch mit einer gewissen Aggressivität betreiben, zeigt dass die Begeisterung für die Droge bzw den Rausch an sich hier die treibende Kraft ist und nicht etwa eine naturwissenschatliche Erkenntnis.
      Drogen-Gurus wie in dieser Sendung dargestellt handeln oft aufgrund ihres geschlossenen Weltbildes verantwortungslos und pauschalisierend. Meist ist deren Weltbild ebenso strikt verallgemeinernd, wie jenes der proklamierten Spießer und Substanzphobiker.
      Insofern gut, dass Licht ins Dunkel gebracht wird.

    2. tim 543990 Erst mal: Ganz entspannt bleiben. Zweitens: LSD zählt zu den harten Drogen, deshalb ist es illegal. LSD in richtiger Dosierung macht zwar nicht schnell abhängig (jede Droge hat das Potential, abhängig zu machen), falsch dosiert ist es aber hochgefährlich. Drittens: Wie bereits erwähnt soll hier gegen die Täter, also die Veranstalter vorgegangen werden. Viertens: Die wahrscheinlichkeit, dass es sich bei den „Therapeuten“ um Menschen handelt, die ihr Handwerk auch verstehen (Mediziner) halte ich für gering. Doch selbst wenn es in diesem Fall anders sein sollte, ist das nicht die Regel und muss überprüft werden. Die Handlungen sind in jedem Fall illegal, ob unsere Drogengesetze einer Überarbeitung bedürfen oder nicht, steht auf einem ganz anderen Blatt. Fakt ist jedoch, dass selbst wenn LSD legal wäre, diese Form der Therapie es trotzdem nicht wäre, da eine so starke Substanz wie LSD vermutlich als Arznei eingestuft würde…und Arzneien dürfen nun einmal nur Ärzte verabreichen (bis auf ganz wenige Ausnahmen im Notfallmedizinischen Bereich). Also bitte: Sachlich diskutieren oder bleiben lassen.

    3. Mir gehts dabei aber hauptsächlich darum dass diese armen Leute da Teil einer Razia wurden wegen der Journalistin. Sowas ist nicht gerade ohne für die Psyche eines Menschen. Man hätte da auch anders lösen können indem man den Mann fest nimmt wenn er alleine ist.

    4. Blaulichtmilieu:
      Mit Verlaub, das ist Unsinn. „Harte Drogen“ ist eine Pseudo-Kategorie, die jeder Grundlage entbehrt. Es gibt bei psychoaktiven Substanzen verschiedene Dimensionen von Gefährlichkeit, die lassen sich aber nicht auf „weich“ vs. „hart“ herunterbrechen. So gibt es verschiedene Grade an Abhängigkeitspotential (bei LSD: Fast nicht vorhanden. Eine körperliche Abhängigkeit, die einen „Entzug“ nötig machen würde, existiert nicht. Das ist reine Fantasie). Daneben kann man die körperliche Schädlichkeit betrachten, insbesondere die Letalität (bei LSD wieder: praktisch 0. 0 Tote ggü. ca. 150-200.000 Toten in D jährlich durch die legalen Drogen Tabak und Alkohol). Und dann die psychischer Gefährlichkeit (die ist bei LSD definitiv gegeben, wie hoch sie ist ist aber umstrtitten und hängt jedenfalls stärker von verschiedenen Rahmenbedingungen ab, als von der Dosis). Außerdem die sozialen Folgen: Auch hier rangiert LSD – egal wie man es dreht – nicht unter den „harten“ Stoffen.

      Die Gefährlichkeit eines Stoffes hat auch allgemein nichts mit seinem Legalitätsstatus zu tun. Einfach mal informieren. Die wohl derzeit besten vergleichenden Studien zu diesem Thema kommen vom Briten David Nutt: Das sieht dann grafisch dargestellt z.B. so aus: https://medicalmarijuana.procon.org/files/1-medical-marijuana-images/ranking-20-drugs-and-alcohol-by-overall-harm.png (kleiner Tipp: LSD und Psilocybinpilze, also die Stoffe die für die „Therapien“ eingesetzt werden, um die es hier geht, findet man in der Grafik gaaaanz weit rechts).
      Auch solche Darstellungen sind Vereinfachungen. Aber sie sind, anders als etwa die derzeitige Gesetzgebung in Deutschland, evidenzbasiert.

      Und nein: Ich behaupte nicht, dass Psychedelika ungefährlich sind. Man sollte bloß bei den Fakten bleiben.

    5. Stimmt, die Aktion war unterste Schublade und sehr gefährlich für die gerade trippenden Teilnehmer in der Sitzung. Allerdings ist diese Form der psycholytischen Therapie, in der Weise, wie sie hier praktiziert wurde, auch sehr gefährlich und zurecht verboten, weil sie hier von Laien durchgeführt wurde, die sich selbst zu Therapeuten erklären. Ich sag nur „Kirschblütengesellschaft“ als abschreckendes Beispiel. Das hat nichts mit echter Psycholyse nach Leary oder Grof zu tun, die im klinischen Umfeld von Medizinern durchgeführt werden muss und nicht von Heilpraktikern und ähnlichen Gurus.

  2. Ich schäme mich manchmal wirklich dafür Teil dieser Gesellschaft zu sein. Ein paar Menschen die versuchen durch psychedelische Substanzen Leid zu reduzieren und absolut niemandem Schaden werden wie Schwerstkriminelle behandelt. Ich hätte mir hier von Zapp auch eine differenziertere Berichterstattung gewünscht, Substanzen wie LSD als „harte Drogen“ zu bezeichnen ist schlicht weg falsch und zeugt von mangelnder journalistischer Arbeit.

    1. Da kann ich mich nur anschließen.

      Zumal ja derartige Therapien auch unter seriösen Medizinern und Therapeuten in bestimmten Fällen als wirklich vielversprechend galten, bevor sie kriminalisiert wurden. Inzwischen gerät die Forschung in diesem Bereich auch langsam wieder ins Rollen (mit strengen Sondergenehmigungen). Sicher wird hier teilweise auch esoterische Scharlatanerie betrieben (das kann ich jetzt in diesem Fall aus der Ferne nicht beurteilen), aber selbst dann nützt das hier gezeigte Vorgehen von Journalistin und Polizei nicht, sondern macht für die Betroffenen alles noch schlimmer.

      Das unkritische und antiwissenschaftliche Gefasel von „harten Drogen“ lässt den Beitrag in einem komischen Licht erscheinen, auch wenn er die SAT1-Aktion (leider nur in Bezug auf die grundsätzliche medienethische Frage) ja kritisch betrachtet. Und schon reden hier erste Kommentatoren von einem nötigen „Entzug“. In der Drogenaufklärung (und -Politik) haben wir noch einen langen Weg vor uns, das gilt leider auch gerade für den Journalismus.

    2. Es sind harte Drogen. Ich finde du siehst den Umgang damit zu leicht und unterschätzt die Gefahren.

    3. Ich finde, man hätte zumindest eine sanftere Art des polizeilichen Eingreifens in Betracht ziehen müssen. Wenn fünfzig maskierte Beamte in so eine psychedelische Sitzung platzen, kann das leider verheerende Folgen für die Teilnehmer haben. Insgesamt ist diese Do-it-yourself-Therapie mit Halluzinogenen allerdings schon fragwürdig, wenn sie, wie in dieser Szene üblich, von laienmedinischen Gurus angeboten wird.

    4. soulagent79 Was aber überhaupt erst nötig ist da diese Substanzen aus politisch-ideologischen Gründen verboten wurden. Wenn der Staat den Menschen ihre Mündigkeit abspricht haben sie eben leider keine andere Möglichkeit als sich an Menschen zu wenden denen gegebenenfalls medizinische/psychotherapeutische Qualifikationen fehlen.

    5. Ja, das ist dann so, als ließe man sich ’ne Herz-OP vom Klempner machen und wehe, dem spricht irgendein „ideologisierter“ Arzt die Fachkenntnis ab.

  3. Dieser Strunz ist eine so schmierige Wurst. Widerlicher Erzählstil.

  4. Eine ziemlich krasse Grenzüberschreitung für eine Journalistin. Hoffentlich war das ihr letzter Auftrag außerhalb der Redaktion von Akte.

  5. Witzig wie Walraff was von unabhängigen Journalismus erzählt. 😀 sollte sich mal an seine eigene Nase fassen

  6. Informanten schützen ist sehr wichtig. Ich verstehe diese Journalistin überhaupt nicht.

  7. Und alles für die Quote. …
    Mit Journalismus hat das nichts mehr zutun.

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