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Gefahren unter der Erde: Unterhöhltes Ruhrgebiet | WDR Doku

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Unter dem Ruhrgebiet liegt heute ein zehntausende Kilometer langes Labyrinth aus Schächten und Stollen, die bis in eine Tiefe von weit über einen Kilometer reichen. Große Teile der Landschaft sind abgesackt, manche Stadtteile über 25 Meter. Wenn nicht dauerhaft Deiche gepflegt und hunderte Pumpen laufen würden, würden Bäche rückwärts fließen und Emscher und Lippe sich in die Großstädte ergießen. Auch unter Tage muss kontinuierlich gepumpt werden, damit salziges und zum Teil mit Giftstoffen kontaminiertes Grubenwasser das Trinkwasser an der Oberfläche nicht vergiftet. Allein die Pumpkosten über und unter Tage verschlingen – Jahr für Jahr, bis in alle Ewigkeit – über 200 Millionen Euro. Das alles gehört zum kostspieligen Erbe von 200 Jahren industriellem Bergbau.

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49 Kommentare

  1. Diese „Bergschäden“ an der Terasse, können genau so aber auch durch einen pfuschenden Gartenbauer entstanden sein.

    Dass das nicht anerkannt wird ist klar…

    1. +Luca L Na, die Stiftung wird ganz sicher die kosten für ernsthafte Schäden über nehmen

      Wir leben immerhin nicht im Rechtsfreienraum

      Ich bleibe bei meiner These, der man hat schlicht zu viel Tagesfreizeit, mir wäre es erst gar nicht aufgefallen das die dezent breiter geworden sind

    2. +KokkusKonsul wiegesagt wären die nur breiter geworden würde ich dir zustimmen, aber sie haben ja auch welche gezeigt die 1cm abgesackt waren und das ist ja schon eine Stolperfalle.

      Im übrigen haben diese Bedenken ja entsprechende Experten im Beitrag geäußert, (falls du den überhaupt komplett gesehen hast) dass so etwas ein Problem sein könnte und zwar im Bezug auf den Bauern.

      Eine Stiftung wird für einen gewissen Zweck eingerichtet, wenn etwas diesem Stiftungszweck nicht entspricht, darf die Stiftung auch nicht ohne weiteres Bezahlen. Es müsste also ggf die RAG selbst belangt werden, je nach dem was mit der passiert könnte das aber schwierig werden!

    3. +Luca L Echt haben sie das? Habe ich wohl nicht mehr in Erinnerung aber wenn du das sagst wirst du wohl recht haben. Normalerweise nimmt hebt man da aber den Stein hoch und wirft etwas Sand drunter, dass die noch ein bisschen nachgeben vor allem wenn es ganz neu ist ist ganz normal.

      Die Stiftung hat (wie im Beitrag gesagt) noch nie etwas Schlichten lassen müssen und waren auch nie vor Gericht, dass liegt sicherlich daran das sie schnell klein beigibt um Medienrummel zu vermeiden.

      Aber wenn ich ehrlich bin ich schon etwas überdrüssig mich in Youtube Kommentaren über einen Erbsenzähler zu unterhalten, also nimm es mir bitte nicht übel wenn ich auf ein weiteres Kommentar nicht antworten werde, lesen werde ich es trotzdem.

      Ich wünsche dir noch einen schönen Tag.

    4. +KokkusKonsul
      Schwachsinn! Wenn der Boden da 10cm absinkt, und das auf einer Fläche von 200m², also 20m³, was ca. 40 Tonnen entspricht, das sind mehrere LKW Ladungen an Erde. Die Ameisen müssen sie mir mal zeigen, die solche Massen mal eben verschwinden lassen.
      Und 200m² Garten sind nicht sehr groß.

    5. +juergen07091973 Juergen bevor du andere Sachen als Schwachsinn bezeichnest lese bitte die folgenden Kommentare durch.

      Dankeschön 🙂 „Reden [oder hier er Schreiben] ist Silber, Schweigen ist Gold.“

  2. Aus solchen Bergwerken könnte man tolle Atomschutzbunker bauen

    1. Unter Dortmund ist doch der größte Zivilschutz Bunker der Welt , und ich denke mal es wird bereits einige Anlagen in alten Stollen geben von denen die öffentlichkeit nix weiß

  3. Keine besonders stabile Bodenstruktur in Zeiten von Dürre und/oder Starkregen.

  4. *Wir sind das Ruhrgebiet,* die Droge die mich süchtig macht. Das hät ich nie gedacht, komm von euch nicht mehr los! ♥
    So, und gleich zum einschlafen wird die Doku geschaut 😀

  5. Was es alles für Probleme gibt von denen ich nicht mal gewusst habe… Werden als mehr. Echt krass.

    1. Der Bergbau ist eigentlich ein echt kleines Problem in Deutschland , nur die alten Stollen sind problematisch, und diese Probleme sind vergleichsweise einfach zu lösen . Wenn du dir sorgen machen möchtest dann über atommüll und tote Ackerfläche denn dass sind Probleme die keine Lösung haben

  6. Westfälische Seenplatte klingt aus touristischer Sicht sehr attraktiv.

  7. Wenn eine gewinnorientierte AG auf ewig Wasser abpumpt, dann bin ich sicher, dass alles Gut wird! Und ich glaube auch das die Erde eine Scheibe ist.

    1. Nicht eine AG sondern eine Stiftung ist für die Ewigkeitslasten zuständig! Vielleicht einfach mal aufmerksam zuhören bevor man sich beschwert…

    2. Die RAG Stiftung ist Eigentümer der RAG AG. Die Stiftung hält auch immernoch den Großteil der Evonik Industries Aktien und 30% an der Vivawest Wohnen (120.000 Wohnungen in 76 Städten).
      Sollte Evonik mal wirtschaftlich umkippen, wird es spannend.

    3. Es ist billiger eine Firma zu kippen und dem Steuerzahler die Last aufzuerlegen. +Simplon- -B
      Wenn es um Rohstoffe und Produktion geht sind immer alle schnell da. Aber den Dreck will keiner wirklich wegmachen, bzw bezahlen. Letztendlich hat die Natur und der Bürger die Last zu schultern. Den Reichtum haben andere im Sack.

  8. Vergangene Gewinne wurden privatisiert, zukünftige Kosten werden verallgemeinert, bzw. der einzelne bleibt auf den Kosten/Verlusten sitzen. Da gibt es viele Bereiche, wo wir uns noch wundern werden.

    1. Ist beim Atomstrom ja jetzt schon fast klar, die gleichen Gedanken habe ich mir auch gemacht…

  9. die wollen die Flüsse mit PCB vergiften nur weil es Geld spart, und das wird viel PCB sein was ins trinkwasser gelangt.

    1. Ich glaub du möchtest lieber nicht wissen was sonst schon alles in unserem Trinkwasser ist jenachdem wo man wohnt 😉

  10. 9 jahre nach beendigung der Bergbautätigkeit hat er noch schäden ?

    fahr mal nach Arzberg im Fichtelgebirge, da ist 130 Jahre nachdem der letzte Bergmann den letzten Stollen verlassen hat noch Absenkungen im bereich um die 10cm in 5 Jahren an der Tagesordnung. allein der Friedhof der Gemeinde sieht aus wie eine Mondlandschaft.

  11. Also wird hier für jede, schon längst verstoffwechselte kWh Steinkohleenergie, für sehr lange Zeit verzinseszinste Energie zurückzuzahlen sein, die diese um Größenordnungen übersteigt. Ständig pumpen, verfüllen, ausbessern etc. So ähnlich verhält es sich sonst nur mit dem Uran. Für jede kWh Uran wird nur durch die Bewachung und ständige Umlagerung und -packung seines hochaktiven Mülls an Größenordnungen mehr Energie nötig werden, in dem Fall für Jahrhunderttausende, wenn etwa der vollgelaufene, überflutete Ruhrpott schon lange abgesiedelt sein wird, als einst gewonnen und im Wärmekraftwerk mit 30% Wirkungsgrad verstoffwechselt wurde. Mit der Schulmedizin/Pharmazie und unserer Glyphosat-Roundup-Ready-Terminatorlandwirtschaft verhält es sich exakt genauso. Nicht nur schüren wir die Krebspandemie durch den Eintrag der Zytostatika in die Umwelt erst recht exponentiell an, wenn uns die Multiresistenzen aufzufressen beginnen, würden wir uns das aseptische, ‚finstere Mittelalter‘ mit seinem bisschen Pest und Wundbrand zurücksehnen und wenn uns der Monsantofraß restlos vergiftet und verkrebst haben wird, wenn die Böden darüber restlos degradiert sein werden, dann werden uns manche Hungerwinter aus der vorindustriellen Zeit wie ein Schlaraffenland vorkommen, auch weil wir entsetzt feststellen werden, dass wir über gar keine keimfähigen Saaten mehr verfügen. Die einzige Analogie die mir jetzt noch einfällt ist das ungedeckte, spekulativ überstreckte Zinseszins Geldsystem…. Wenn die Mutter aller Blasen platzt und jeder kapiert, dass das Papier in seiner Tasche völlig wertlos ist, genau wie seine tolle Eigentumswohnung und seine Sch* Aktien….Hohohoho. Na gut, lasst uns noch schnell die Regenwälder roden und die Meere leer fischen und dann Abflug von diesem Planeten!

    1. Früher standen im Ruhrgebiet noch etliche Hochöfen und es wurde mit Kohle geheizt. Die Hochöfen laufen auch heute noch mit Steinkohle, geht halt nicht anders.

      Und ein Stücken weiter Südwestlich liegt das Rheinische Braunkohlerevier. Der Tagebau Hambach ist bis zu 450 Meter tief. Die Grundwasserschäden reichen bis nach Belgien und in die Niederlande.

      Und zur Landwirtschaft, auch in NRW wird Gülle aus den Niederlanden entsorgt, was sich mit sehr hohen Nitratwerken im Grundwasser bemerkbar macht. Die bauern verdienen, der Wasserkunde muss die Reinigung bezahlen.

    2. +Simplon- -B Stimmt, die Stahlverhüttung macht Steinkohlekoks notwendig. Hätten wir versucht die Industrialisierung auf unlegiertem, holzkohlebefeuerten Rennofen’stahl‘ durchzudrücken, dann hätten wir jetzt ungefähr noch so viele Wälder wie die Osterinsulaner oder die Briten. Ich sehe nur nicht, wo das hinführen soll? Kulturell und geistig entwickeln wir uns ja doch nicht weiter, nur unsere Waffen sind halt besser, aber auch fataler. Ob allein die Amis ihre Hanford Site überhaupt nochmal aufgeräumt bekommen, das steht doch in den Sternen und ich möchte meinen, dass Fukushima gegen die Hanford Site fast schon eine Bagatelle ist.

  12. Tja, die RAG hat kräftig Kohle gemacht und möchte sich jetzt aus der Verantwortung stehlen und das kann es nicht sein. Aber da müßte auch Druck von der Politik kommen, nur die Damen und Herren Politiker stellen sich ja lieber auf die Seite der RAG. Eigentlich unverantwortlich

  13. problematisch sind eher die alten schächte und die die nicht bekannt sind. trotzdem hat der schnelle wandel tausende von arbeitsplätze gekostet. ganze regionen sind kaputt gegangen. und heute? heute könnte man die zechen wieder öffenen, weil die rohstoffe sau teuer geworden sind. aber das geht nicht mehr.

    nicht wirklich weit gehdacht von deutschland… sich so abhängig von ausländischen rohstoffen zu machen. gerade wenn man sich nun die lage mit russland usw anschaut…

  14. Der Bergbau ist Menschgemacht. Somit hat der Mensch auch mit den Konsequenzen zu Leben. Und ja: Dass dabei millionen Menschen umsiedeln müssen stellt die Konsequenz dar!
    Will der Mensch derartige Vorkommmnisse sich ersparen, so sollte dieser lernen, nachhaltig zu denken und auch zu handeln! Aber dies ist aufgrund der Profitsucht der Kapilatisten völlig unmöglich.
    Und nur so nebenbei bemerkt: Die Natur reguliert sich selbst, also man lasse sie einfach machen!

    1. … und die Natur wird sich früher oder später genau das zurückholen, was der Mensch ihr genommen hat.
      Es sollte auch klar sein, warum künstlich veränderte, oder gar umgeleitete Flussläufe zu vorher nie dagewesenen Überschwemmungen führen…

    2. Aha…mal abgesehen davon, dass der Bergbau bereits Jahrhundertelang dort umherging: wie sollte das deiner Meinung funktionieren wenn man Milliarden Menschen versorgen soll? Egal was du da machst, du wirst die Natur NACHHALTIG beeinflussen

    3. Der moderne Bergbau ist so tief der beeinflusst da gar nix mehr y was Probleme macht sind die ganz alten Stollen .
      Und umsiedeln ? Da kennt jemand wohl nicht den unterschied zwischen Tagebau und Bergbau

  15. warum baut man das alles nicht zurück ? da sind rohre tonnen von stahl kilometer kabel das kann man alles wieder verwenden dann kan man auch die giftstoffe entfernen

    1. Zu teuer. Man müsste dann ja Gefahrstoffe entsorgen. Kostet doch Geld.

  16. wollen die beim fluten etwa die ganzen kabel und rohre da unten lassen? das scheint mir sehr riskant….

    ich meine, das jede potenzielle Sauerstoffquelle da unten vor dem fluten entfernt werden muss.
    wer soll das zahlen? Das unternehmen, was den müll da runter gebracht hat. ganz einfach.

    es kann nicht sein, dass unternehmen profit machen und danach mit den Abfall nichts zu tun haben wollen und den Lebensraum von allen nachfolgenden Generationen zerstören und vergiften.

    ….wir haben nur diese eine Erde 🙁

    1. Vom Prinzip her sollte es so sein, dass die Unternehmen die das verursacht haben den Schaden zu zahlen haben. Das Problem ist nur, dass der Bergbau im. Ruhrgebiet seit dem 13Jh betrieben wird. Insbesondere die Schwermetallbelastungen lassen sich kaum einem heute noch existierenden Unternehmen zweifelsfrei zuordnen.

    2. Ja. Der ganze Müll bleibt unten. Sonst wäre es noch teurer. Und vergessen wir nicht. 20.000 t PCB Müll! Die nächsten Milliarden für kommende Generationen. Die nächsten Generationen müssen später wieder aufräumen.
      Zahlen? Der Steuerzahler. Sie wollen doch die Krups nicht zur Kasse bitten, oder?

  17. Wahnsinn das man für immer Energie benötigt damit das Grundwasser nicht verseucht wird.
    Der Mensch vernichtet sich selbst! Ich glaube da sind die paar Diesel-Partikel in der Luft das kleinste Problem.

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