Geschämt hab ich mich auch | Doku-Reihe „Fremde Kinder“ – Senegal (3sat)

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Mactar ist 13 Jahre alt und sitzt in einem senegalesischen Gefängnis für Kinder. Eine Frau hat ihn beschuldigt, ihren Schmuck gestohlen zu haben. Er selbst behauptet, er sei unschuldig und obwohl die Polizei nichts bei ihm findet, wird er doch inhaftiert. Immer wieder spricht ein Sozialarbeiter im Gefängis mit Mactar, fragt ihn nach Namen und Anschrift der Eltern, denn ohne diese ist eine Gerichtsverhandlung nicht möglich. Doch Mactar lügt. Er gibt falsche Namen und die Adresse einer anderen Familie an. Er hat Angst vor der Reaktion seiner Eltern, fürchtet, er und sein Familie könnten zur Schande im Dorf werden und schämt sich dafür, im Gefängnis zu sitzen.

Zweimal wird der Gerichtstermin verschoben. 90 Tage verbringt Mactar in einer Zelle, die er sich mit 12 anderen Minderjährigen teilt, putzt jeden Morgen seinen Zellenplatz und den Hof und folgt widerspruchslos den Anweisungen der Wärter. Einzige Abwechslung sind Sport und manchmal auch Schulunterricht im Gefängnishof. Schließlich kann der Sozialarbeiter die Mutter ausfindig machen. Die Verhandlung folgt und Mactar wird freigesprochen aus Mangel an Beweisen.

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