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Landleben: Lust oder Frust? | 45 Min | NDR

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Zahllose Hochglanzzeitschriften verkaufen das Leben auf dem Land als Idylle. Doch in der Realität kämpfen viele Dörfer ums Überleben. Ist das echte Dorfleben noch zu retten?

67 Kommentare

    1. Ich auch! Ich finde vor allem das Leben in ländlichen Regionen viel besser. Nicht nur, dass man auch mal trinkt.

    2. Ja, genau, darauf kommt es an. Essen und Trinken. Gehts noch?

    3. Das ist so ein typischer „Ich will Top Comment“ werden. Da wird halt irgendwas geschrieben, was mit dem eigentlichen Video nichts zu tun hat. Ist besonders unter Videos zu sehen, die in die Trends kommen.

      Und die Leute liken auch noch diesen Mist.

    1. Und selbst wenn, wird Rewe nicht für ein Pfund Kaffee, ein halbes Pfund Butter, Weißbrot und ne Packung Kekse 40Km oder mehr fahren werden…

      Ich selbst lebe in der Provinz, 4Km von Dänemark mit florierendem Grenzhandel und irren Laddenöffnungszeiten.
      Sonntags um 17:00Uhr einkaufen?
      Kein Ding, geht und ist super.
      Dagegen sehen sogar Urbane Regionen aus wie Entwicklungsregionen und Städter fangen an zu Weinen.

      Die im Film gezeigten Regionen(Schleswig/Angeln) sind zwar schön zu sehen, aber der Film stellt es ganz gut dar.
      Es ist wie im Tschad oder in Somalia. Da gibt es einfach nichts.
      Und kein Wunder das da auch keiner hinwill um einen Laden zu eröffnen.

    2. Der nächste Rewe ist von Kirchbarkau etwa 13 Kilometer Luftlinie entfernt und der liefert nicht.

    3. Lebensmittel kann man in jedem mittleren Dorf kaufen. Dann weiß ich nicht, warum ausgerechnet manche Großstadtmenschen ihr Essen liefern lassen.

  1. Wo es sich wirtschaftlich nicht mehr lohnt Infrastruktur zu betreiben weil die Leute fehlen ist es halt so. Bitte nicht subventionen verballern. Wer kann zieht weg der rest Stirbt weg und dann hat man lieber ein Ende mit schrecken als ein Fass ohne Boden.
    Die jungen Leute werden nicht zurück kommen, also geordneter rückzuck ist die Richtige Wahl.

    1. Das Problem ist diese Regierung , die alles mögliche unternimmt damit man keine Kinder bekommt.Ein Kind kostet mehr als 200 € Kindergeld.Pro Kind 1000 € dann ist das kein Problem.

    2. Seh ich ein. Dennoch meckern alle über die falschen Probleme, anstatt über genau das richtige Problem zu meckern. Dass die Kinderpolitik einfach mal falsch ist. Und daraus ergeben sich dann ebenfalls auch ganz andere Probleme, Rente, usw usw

    3. wieso in deiner Nähe? Dann mußt du bereit sein, weite Wege zu fahren.

    4. Die Regierung ist jetzt schon schuld an Deiner Familienplanung? Lass mal die Regierung Regierung sein und plane Deine Familie so, wie du es willst. Aber hoffe da nicht auf subventionen, sondern arbeite selber.

    5. „Es wird soviel Schwachsinn in Deutschland und der EU subventioniert“ Hat er was Anderes behauptet? Wohin eine Subvention für Dörfer führen würde, hat man bei der Milch gesehen.

      „verfassungsgegebene Grundrecht, sich selbst auszusuchen, wo er leben möchte“ Dann muss er aber auch mit den Konsequenzen dieser freien Entscheidung leben.

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      Das Ganze nennt sich „Evolution“. Gibt es nicht nur im Tierreich. Wir haben zu viele kleine Dörfer, die eigentlich zu nah beieinander sind aber auch wiederum zu weit weg. Ein zentraler Supermarkt für 3 oder 4 Dörfer geht nicht, die Strecken für ältere Leute sind trotzdem zu weit weg. Seit den 70ern fährt eben jeder mit dem Auto weite Strecken zum Einkaufen, auch wenn es einen Supermarkt im Dorf gab/gibt. Jetzt sind die Leute aus den 70ern alt und können keine weiten oder überhaupt keine Strecken mit dem Auto fahren und sind auf lokale Infrastruktur angewiesen.

  2. der Polizist war mir sehr sympathisch macht mich traurig für ihn

    1. Mars Franke, ja sie mussen Jeden Tag mit ihrer Elektromobile ganz schnell durch das Dorf fahren!

    2. ham se erwähnt im beitrag dass dort flüchtlinge unterkommen sollen…

    1. Schmierwurst dann guck aufs Alter, bevor Du solche Äußerungen tätigst.

    1. Wohne in Kleinbarkau ein mal berg runter und schon bin ich bei Harms (:

    2. Flo_Feliz Mache bald mal auf Insta Foto Name Landwirtschaftkiel kannst ja mal gucken wenn ich da des nexte mal bin

  3. für mich sehr negativ dargestellt, gibt gerade momentan viele Dörfer im Norden die stark wachsen gerade im Bereich um Hamburg wenn man sich die Kreise Segeberg und Pinneberg anschaut wie viele Pendler dort in die Dörfer ziehen weil Hamburg zu teuer ist

    1. Bereich Hamburg ist aber nicht gerade bereich Kiel, dass kann man einfach nicht vergleichen.

    2. Das gilt aber nur für solche Metropolen wie Hamburg. Um Kiel herum gibt es dieses Phänomen nicht.

  4. eine Polizeistation muss zu machen und als Nachfolger kommen Flüchtlinge rein, das ist #merkelland unfassbar!!!

  5. Traurige Entwicklung, aber verständlich. Die Landflucht ist ein ganz logisches Phänomen unserer heutigen Zeit und Lebensweise, ich als junger Mensch möchte auch nicht in einem Kaff leben, ohne Geschäfte, ohne McDonalds und Co, ohne ausreichende digitale Infrastruktur, ohne medizinische Versorgung. Von Arbeitsplätzen ganz zu schweigen. All diese Dinge gibt es nur in den Städten, auch gefällt mir persönlich die Anonymität in Großstädten mehr als diese soziale Kontrolle in kleinen Orten 🙂

    1. jein, hauptsächlich ging man ja auf folgen ein und nicht auf ursachen

    2. Für mich wäre schon die fehlende digitale Infrastruktur ein Grund da wegzuziehen.

    3. Arbeitsplätze gibt es nur in den Städten? Wir hier in unserer sehr ländlichen Kleinstadt haben mit gut 3% eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in ganz NRW.

    4. Was heißt „fehlend“ – das würde ja bedeuten, es gäbe gar kein Internet, was natürlich Quatsch ist. Aber weit hinter den Städten ist es in der Regel schon, das stimmt. Auch wenn sich hier in der letzten Zeit in Richtung Breitband/Mobilfunk einiges getan hat.

    5. Mobilfunk für Anschlüsse von Haushalten ist purer Mist. Aber ja, Breitband über Kabelverbindungen kommt zwar, aber langsam.

      Für mich ist alles Kabelgebundene >16Mb/s eine digitale Infrastruktur. Alles was darunter ist und/oder Mobilfunk ist, hat für mich nichts mit Infrastruktur zu tun, das ist für mich in einer ehm. Vorreiternation wie Deutschland einfach nur traurig!

  6. Diese Sendung ist sehr schön und informativ. sie zeigt aber auch, das die Wissenschaftler, die sagen, das Dörfer in Zukunft aufgelöst werden müssen, nicht unbedingt recht haben. Unter unserer jetzigen Regierung wird es zwangsläufig so kommen. Es geht aber auch anders. Die Solidarität der hier gezeigten Menschen und auch der Wille altes zu erhalten kann Berge versetzen. Jetzt stellt euch mal vor, wir hätten das bedingungslose Grundeinkommen. Da könnten die Menschen den Treffpunkt selbst betreiben und mit einem kleinen Einkommen zum Grundeinkommen ihre persönliche Situation noch verbessern. Menschen mit Kleinbussen würden für kleines Geld andere aus dem Dorf in die Städte fahren. Die Nachbarin würde ihre Brötchen zum verkauf anbieten usw. All das ist nicht schwer. Deshalb sagen wir von der Deutschen Mitte: Überarbeitet, die Verbraucherschutzgesetze, damit sie den Wettbewerb nicht mehr verhindern, gebt den Menschen ein Grundeinkommen (mit Industrie 4.0 eh nicht zu verhindern) und sorgt dafür, das die Milliardengewinne nicht bei den Bänkern landen sondern beim Staat denn damit kann man das alles auch Finanzieren. Auch die Polizei kann dann vor Ort ihre Arbeit am und mit dem Bürger fortsetzen.

    1. „Und ihr Wille, Altes zu erhalten“ Ich gehe davon aus, dass die Leute die jetzt zu schwach sind zum Auto fahren, „früher“ mit dem Auto zum Discounter gefahren sind und sich dort ihre Lebensmittel billig geholt haben. Jetzt wo sie alt sind, brauchen sie plötzlich die lokalen Märkte wieder.

  7. bin zwar nicht aus dem norden sonderen aus dem süden und kann nur sagen dass bei uns die dörfer richtig aufblühen. bin sehr froh nicht in der teuren stadt leben zu müssen und habe in unserem 3t seelendorf alles was ich brauche in einem 5min auto umkreis.

    1. 3.000 Einwohner Dörfer kann man aber auch nicht mit denen Vergleichen die 1.000 und weniger haben…
      Dörfern mit bsp. 3000 Einwohnern haben hier oben auch gute Verhältnisse

    2. Für 5 Min. ins Auto setzen? Kein Wunder, daß der Mensch die Umwelt zersört, in der er lebt. 5 Minuten machen den Motor nicht warm, gesund ist es auch nicht, da geht es schneller mit dem Rad – keine Parkplatzsorgen – und günstiger&gesünder ist es auch.

    3. Bevor ich aufs Rad gehe soll die Umwelt doch lieber komplett verrecken mein v8 röhrt auch auf wenn ich nur 2 Minuten Fahrtweg habe

    4. In Süd- und Westdeutschland ist das eine andere Welt als im Norden und Osten. Ich hab an beiden Orten auf dem Land gelebt.

  8. Einfach nur traurig, Hauptsache sparen sparen sparen, ob es Sinn macht oder nicht. Drecks Bonzen.

  9. Verglichen zu anderen Ländern, sind in Deutschland zu viele einzelne Dörfer. Ist doch klar, dass viele davon überfüssig sind. Hätten man früher nicht alle 2 Km ein Kaff gegründet und stattessen ein Ort immer weiter ausgebaut, wären heute solide Städte entstanden. In der USA gild eine Stadt mit 150.000 Einwohnern schon als „little Town“. Selbst in Deutschland lebt der Deutsche am liebstan in einer 50.000 Einwohner Stadt.

    1. Kommt auf die Region an. Im Umkreis von NYC/DC mag das so sein. In Wyoming oder North Dakota hingegen werden Dörfer ab 1000 Einwohnern als „Town“ und Kleinstädte mit 10000 EW als „City“ angesehen.

  10. Landleben… So eine gewisse Hassliebe bei mir.

    Zweifelsohne ist es in dem kleinen bayerischen Dorf in dem ich aufwuchs wunderschön. Gar keine Frage. Auch meine Kindheit war dadurch geil, wir hatten ein weites Arsenal zum austoben, kaum Verkehr (wenn man nicht gerade auf der Hauptstraße war, kam sonst so gut wie nix durch), keine Helikoptereltern, etc. War klasse. Die Luft ist auch noch besser.

    Mal abgesehen von meinem persönlichen Horror, meiner Familie die ich zwar liebe aber schon ab 6 Uhr morgens Radau machen, hat das Landleben aber enorme Nachteile. Man ist auf Autos angewiesen. Jeder Ökoheini aus der Stadt führt zwar einen persönlichen Krieg gegen Autofahrer, aber es geht einfach nicht anders. Kauft mal für eine ganze Familie mit dem Fahrrad ein und fährt 15 Kilometer bei Eisregen in die Stadt und zurück mit Rad. Viel Spaß. Auch als Jugendlicher wenn man feiern will… Einer muss in den sauren Apfel beißen und fahren, es klappt anders halt einfach nicht. Wenn IRGENDWAS passiert ist, egal was, alle Dörfer im Umkreis von 10 Kilometer wissen in einer viertel Stunde bescheid über deine „Vergehen“ was auch nicht so cool ist. Und die Zugezogenen können echt nerven – die meisten von denen sind nämlich solche Kasper die zwar aufs Land ziehen aber partout nicht haben wollen, dass Traktoren durch die Straßen fahren und deshalb Terror veranstalten.

    Mittlerweile lebe ich in der Stadt und genieße es. Mein Auto? Steht für zwei bis drei Wochen ungenutzt in der Ecke. Einkäufe mit dem Fahrrad (oder zu Fuß), öffentliche Verkehrsmittel gibt es wirklich (kein Bus der nur drei mal am Tag vorbeifährt), man findet alles was man braucht in der Nähe…. und diese Privatsphäre, man kennt zwar vielleicht ein paar Nachbarn sporadisch, aber ich könnte Nackt über den Rathausplatz flitzen und nicht jeder im Umkreis wüsste es, geschweigeden würde sich dafür interessieren…

    1. MetalheadBuser stimme ich dir zu! Beruflich auf dem Dorf sieht sehr schlecht aus

    2. Das hängt von der Region ab. Hier ist neben jedem mittleren Dorf (also ab ca. 1000 EW) ein Industriegebiet. In MV z. B. sieht man das eher selten.

    1. ganz furchtbar ist das, das Leben ist dort so langweilig das die Zeit nur mit Tratscherei rumgeht.

    2. Nein, hier wird auch gearbeitet, zum Beispiel. Es gibt auch Vereine, Feste etc.

  11. Meine Güte, es ist aber auch ein bisschen die Mentalität. Ich bin auch weggezogen, aber das liegt auch daran, dass auf dem Dorf oft eine homogene rassistische, reaktionäre, homophobe und erzkonservative Bevölkerung wohnt. Wer keinen Bock auf saufen in der Feuerwehr hat oder die Onkelz scheiße findet, für den gibt es meist nicht viel Platz dort. Wenn Dörfer und Kommunen nicht wollen das ihnen die letzten Jugendlichen auch noch wegziehen, müssen sie sich auch mal mit dem Kopf dem 21. Jahrhundert öffnen.

    1. Was für einen Schwachsinn du von dir gibst. Unfassbar.

    2. Was für ein dermaßen verlogener, verallgemeinernder Schwachsinn.

  12. Wir leben mitten in einer Änderung. Die erste war damals mit der Einführung des Autos für alle. Da verloren die 500 Einwohner Dörfer 2 von 3 Läden, 2 von 3 Gasthöfen, die Post, den Schmied, den Stellmacher usw. Das hat aber kaum interessiert. Jetzt im digitalen Zeitalter und der Teuerung und dem massiven Eingriff des Staates in das wirtschaftliche Gefüge geht auch der letzte Rest verloren. Der Mindestlohn hat in letzter Zeit etliche Backstuben eingestampft. Dann die Teuerung vonWasser, Strom und Heizung durch verfehlte Subventionspolitik. hier geht man dazu über ländliche Zentralorte zu schaffen. Im Prinzip sind es die Dörfer, die auch historisch gesehen zentrale Orte waren. ZB das Kirchdorf. Dort ist dann der Arzt, die Kirche, der Laden usw. Der Staat sollte dies aber mehr fördern meiner Meinung nach. Warum sollte jeder Arzt seine eigene Praxis haben? Das rechnet sich kaum noch und dadurch fehlen Ärzte auf dem Land. Daher sollte man Arzthäuser schaffen, indem sich der Zahnarzt und Allgemeinarzt befindet. Auch sollte der Markttreff gefördert werden. Ein all in One Geschäft. Lotto, Paketstelle/Post, Backwaren, Fleischwaren und Supermarkt in einem. So wie hier gehört das Gebäude der Gemeinde und verpachtet es symbolisch an einen Betreiber und der hat somit nur Lohn und Unterhaltskosten zu bestreiten. Einkaufen tut er über den Edekaverbund. Der Edeka in der nächsten Stadt kauft für ihn mit ein und erzielt somit günstigere Einkaufspreise. Die Ware holt er dann selber mit einem Sprinter beimEdeka ab. Somit muss der LKW auch nicht extra in die Dörfer fahren. Dann rechnet sich der Laden auch bei 600 Einwohnern wieder. Meinetwegen sollte es auch mit einem Gemeindehaus, KIndergarten, Spielplatz und der Feuerwehr verbunden werden. So hat der Ort eine zentrale Stelle. Sowas sollte staalich unetrstützt werden. Je nach dem wie groß das Dorf ist, ob es Zentralort sein soll für mehrere Gemeinden oder ob es ein Einzelkämpfer sein soll. Insgesamt müsste die ganze Raumplanung überarbeitet werden. Man hat die Städte und dazwischen diverse HotSpots mit Arzthaus, Bank und Markttreff, Schule usw. Und um diesen HotSpots herum kleinere Dörfer mit eigener Feuerwehr, Gemeindehaus, Kindergarten und Markttreff. Ich bin der Meinung das dies finanziell machbar ist, die Gemeinden stärkt und den ländlichen Raum wieder attraktiv macht.
    Hier sind es drei Gemeinden. Eine ehemaliges sogenanntes Kirchspiel. Der Hauptort hat die Kirche, Schule, Kindergarten, Feuerwehr, Ärzte, gasthof, bank, Friseur und den markt. Die 2 Nebengemeinden je eine Kindergartenzweigstelle, je eine eigene Feuerwehr und je ein eigenes gemeindehaus und je einen Gasthof. Die 2 Dörfer sind aber nur 2km vom Hauptort entfernt. So kann man damit prima leben, dass der Hauptort jegliche Infrastruktur auf sich vereint. Dafür wird aber woanders differenziert. Dafür bekommt das eine Dorf die Diakoniepflegestation und das andere Dorf den Wasserverband. Desweiteren gibt es eine öffentliche Kanalisation, Glasfaserausbau und die Schule wird neugebaut und erweitert. Zusammen haben die 3 Dörfer um die 4000 Einwohner. Wenn sich das immer so klug bündeln ließe, hat jeder was davon, als wenn jetzt jeder Ort versucht was eigenes aufzuziehen und dem anderen Ort irgendwas abgräbt.
    Und ich lebe eh so, dass ich möglichst versuche imOrt einzukaufen. Auch die Großeinkäufe. Zumal die Preise imEdekaverbund eh überall gleich sind. Auch finde ich es gut, dass die Kartoffeln aus dem nachbarort kommen, der Honig aus dem Dorf, Milchprodukte von der nächsten Molkerei, der Käse aus dem Ort usw. Heimische Wirtschaft unterstützen. Das kostet insgesamt vllt 5 Euro mehr, aber man hat dafür Arbeitsplätze gesichert und man weiß was man hat und woher es kommt. Auch bleib ich bei der örtlichen Volksbank.Die Zinsen sind zwar niedriger, die Gebühren zwar höher, aber ich hab einen Ansprechpartner im Ort und man duzt sich. Persönlicher als irgendwo in einer Telefonschleife zu hängen, nur weil man paar Cent sparen wollte. Viele Leute gucken leider nur danach wie sie für sich selbst auch nur kleinsten Vorteil raushauen können. Dann funktioniert das natürlich nicht. Auch bleibt die Feuerwehr nicht im Ort, wenn sich dafür keiner meldet sondern sich nur auf den nächsten verlässt. Ich zahle keine Kirchensteuer, sondern spende den imaginären Monatsbetrag direkt an die örtliche Kirche mit Kindergarten und Diakonie. Das Ergebnis ist das demnächst ein Waldkindergarten eröffnet wird und man einen Ruheforst anlegt. Sowas muss unetrstützt werden und ich weiß wo mein Geld landet. Auch wenn ich mit der Kirche nichts zu tun habe. Trotzdem sind die hier im Zusammenspiel mit den Gemeinden der Träger der Kindergärten und der Diakonie. Ist halt Lebensphilosophie. Ich kauf auch die deutsche Sinalco und nicht die amerikanische Coca Cola. Oder das Fit-Spüli nachdem ich gesehen habe, dass es aus einem mittelständischen Familienbetrieb im Osten produziert wird. Jeder meckert über Verlust der Arbeitsplätze und Infrastrukturabbau, aber keiner ist gewillt nur ein paar Euro zur Sicherung dessen auszugeben. Wenn jeder auch nur ein wenig mitdenken würde, dann gäbe es viel weniger Probleme.

    1. Chain ich glaube, wesentlich mehr Leute würden deinen Beitrag lesen, wenn du Absätze einbauen würdest.

  13. Ein Thema, was mich lange sehr beschäftigt hat. Ich habe 13 Jahre in einem kleinen Dorf westlich vom Harz gelebt. In dieser Zeir ist die Bevölkerung von 1000 auf 600 geschrumpft. Nahverkehr gibt es nicht, da kein Bedarf. Genauso wenig Leute in meinem damaligen Alter. Meine Jugend und Pubertät war geprägt von Einsamkeit, Depression und dem Gefühl, abgehängt oder um seine Jugend betrogen worden zu sein. Es war eine furchtbare Zeit ohne wirkliche Freunde, schlicht weil es niemanden gab. Weg kam man ja nicht. Mittlerweile hab ich es zum Glück geschafft, nach Hannover zu ziehen. Seitdem hat sich mein ganzes Leben um 180° zum positiven verändert.

    1. Ging mir auch nicht anders. Im Dorf machst du entweder das, was alle machen (Fußball, Saufen, …) oder du vereinsamst, weil ich Computer interessant fand. Aber hey, wenn was kaputt war, war ich gut genug.

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