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Neuland: Zu viel ist nicht genug | #konsum #degrowth | NDR HQ Doku

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"Neuland: Zu viel ist nicht genug | #konsum #degrowth | NDR HQ Doku"

Wir arbeiten. Wir konsumieren. Das Versprechen: Kauf dich glücklich! Aber immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass es so nicht weitergehen kann. Wir befinden uns in einer Art Hamsterrad, das sich immer schneller dreht. Wir verdienen mehr. Wir kaufen mehr. Wir kaufen auf Pump. Also müssen wir noch mehr arbeiten. Zeit wird so zu einem immer knapperen und damit wertvolleren Gut.

Gleichzeitig erfüllt sich das Glücksversprechen, das uns die Werbung permanent macht, einfach nicht. Wir jagen einer Illusion hinterher, die überall auf der Welt eine enorme zerstörerische Kraft entwickelt hat. Warum machen wir trotzdem weiter? Und wie könnte eine Welt aussehen, die nicht den Konsum zur Religion erhebt, sondern die Befreiung vom Überfluss predigt?

Wäre eine Welt denkbar, in der die Wirtschaft nicht immer weiter wachsen muss und Wohlstand anders gemessen wird als in Besitz und Geld? Gibt es einen Kompromiss zwischen „Nach mir die Sintflut“ und einem Systemwechsel? NEULAND: eine Reise zu den Menschen, die Zukunft denken, um Gegenwart zu gestalten.

Quelle:

42 Kommentare

  1. Die Veränderung kann nur von jedem einzelnen kommen aber wie in diesem Film deutlich wird als die Passanten befragt werden wird die Verantwortung immer auf andere abgewälzt. (Was kann ich alleine schon tun?) Fragte sich die halbe Menschheit…

    1. Stimme dir im Allgemeinen zu, aber ich sags mal so mit 399,- Euro Harz kommt man nicht weit im Biomarkt. Dieses Problem scheint in Deutschland nicht so groß, aber in den armen Ländern ist die breite Masse handlungsunfähig, selbst wenn diese Verantwortung übernehmen würde.

    2. Wenn jeder der sich die Frage stellt „Was kann ich schon alleine bewirken?“ Anfangen würde nachhaltiger zu werden würde das denk ich recht schnell gehn.
      aber es gibt Punkte da macht man als einzelner schon einen unterschied. wenn man z.B. auf Plastikverpackungen verzichtet.
      Bedeutet zwar das man eigentlich nichts mehr Naschen kann aber is ja eh nicht Gesund. Selber kann man sich auch `gesundes` Naschzeug machen. Aber da können mit der zeit einige Kilo zusammen kommen…

    3. Die Menschen in armen Ländern sind auch nicht das Problem, weil sie nicht verantwortlich sind für den Raubbau an der Natur. Wir, in den Industrienationen, konsumieren über alle Verhältnisse. An uns liegt es, Lösungen für das Problem zu schaffen, Verantwortung zu übernehmen und Vorbildfunktion für sich entwickelnde Nationen zu sein.

      Und auch mit sehr geringem Einkommen muss man nicht im Discounter oder bei H&M kaufen. Man braucht auch keine Fertigprodukte oder 5x die Woche Fleisch oder Wurst. Im gesamten Studium hatte ich weniger als ein Harz4-Empfänger zur Verfügung. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wir müssen bei uns selbst anfangen und aufhören, Ausreden für unser Scheitern zu finden.

  2. Konsumterror – der neue Faschismus? – 05-01-1979 – Die Zeit

    Da freilich der Konsumismus keineswegs die Klassengegensätze aufzuheben willens oder in der Lage ist, können sich die von ihm infizierten Massen nur zu Karikaturen, zu Karikaturen der vom Zentrum zur Norm erhobenen Modelle verwachsen, zu Konsumopfern in einem – wie es Agathe Haag in ihrem Nachwort zum vorliegenden Band formuliert – „einzigen Konsumgüter-KZ“.

    Die Folgen, derentwegen Pasolini diesen Konsumismus zu Recht als „neue Form des Totalitarismus erklärt, der „die Entfremdung bis zur äußersten Grenze der anthropologischen Degradierung“ treibt, sind neurotische Ängste und permanente Frustration als „kollektive Gemütsverfassung“, die wiederum zu Entladungen führen muß, also zu allgemeiner Verrohung, zur Zerstörung aller moralischen Übereinkünfte, zur Zerstörung der Religion und jeder individuellen Kultur und individuellen Sprache (der Dialekte vor allem), zur Zerstörung der Natur, kurz: zur Zerstörung eben aller jener Werte, die einst für die Armut entschädigten.

    – weiterlesen –

    http://www.zeit.de/1979/02/konsumterror-der-neue-faschismus

    1. Studie der NASA: Die Menschheit ist am Ende – 19-03-2014 – N24

      Alle Modelle, die die NASA-Forscher durchspielten, prophezeien den Untergang der Zivilisation. Berücksichtigt wurden Faktoren wie Klimawandel, Ressourcenverbrauch und Bevölkerungswachstum.

      Das Modell „Menschheit“ hat ausgedient, jetzt ist es amtlich. Unvermeidlich sei der Untergang unserer Zivilisation, egal welchen Weg wir beschreiten, so sagt es eine von der NASA veröffentlichte Studie voraus. Der Grund für diese aussichtslose Lage liegt nicht im Verhalten bestimmter Personengruppen sondern in der Natur unserer Gesellschaft, sagen die Forscher und vergleichen die heutige Situation mit frühen Zivilisationen, die untergingen.

      Hochkulturen gingen immer unter

      „Der Prozess des Aufstiegs und Kollapses ist ein immer wiederkehrender Prozess wie die Geschichte zeigt“, heißt es in der Forschungsarbeit, die vom NASA Goddard Space Flight Center finanziert wurde. Für die interdisziplinäre Studie arbeiteten Mathematiker, Soziologen und Ökologen zusammen. Auch sehr hoch entwickelte Kulturen waren demnach immer wieder stark anfällig für existenzielle Krise.

      „Der Niedergang des römischen Reiches und die einst ähnlich weit entwickelten Dynastien von Han, Maurya und Gupta sowie die mesopotamischen Hochkulturen sind Beispiele für die Tatsache, dass hoch entwickelte, fortschrittliche, komplexe und kreative Zivilisationen sowohl zerbrechlich als auch nicht von Dauer sind“, heißt es in der Studie.

      Fünf Faktoren wirken fatal zusammen

      Fünf Risiko-Faktoren für den Kollaps der menschlichen Zivilisation haben der Mathematiker Safa Motesharrei und sein Team ausgemacht. Die Analyse der Entwicklung von Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Wasserversorgung, Landwirtschaftsentwicklung und Energieverbrauch gibt Rückschlüsse auf die Stabilität unseres Wohlstandes.

      Wenn diese fünf Faktoren so zusammenwirken, dass zwei bestimmte Entwicklungen einsetzen, ist der Kollaps unausweichlich. Diese beiden Entwicklungen sehen die Forscher als bereits eingetreten an: die Überlastung der Ökosysteme durch zu hohen Verbrauch der globalen Ressourcen bei gleichzeitiger Aufspaltung der Gesellschaft in reiche Eliten und den armen Rest. Beim Untergang aller großen Hochkulturen in den letzten fünftausend Jahren haben diese beiden Dynamiken eine zentrale Rolle gespielt.

      Letztes Jahr nutzte der Mensch mehr Ressourcen als auf der Erde nachwachsen. Auch die Ungleichverteilung der vorhandenen natürlichen Güter nimmt weltweit zu. „Der angehäufte Überfluss ist in der Gesellschaft nicht gleich verteilt und wird stattdessen von einer Elite kontrolliert. Der Großteil der Menschen, der den Wohlstand produziert, bekommt nur den Bruchteil von dem, was die Elite bekommt“, heißt es in der Studie, wobei mit Elite die westlichen Industriestaaten gemeint sind.

      Technologischer Fortschritt wird uns nicht retten

      Die Studie befasst sich ebenfalls mit dem Argument, der technologische Fortschritt könnte diese Probleme durch gesteigerte Ressourcen-Effizienz lösen. Dem halten die Forscher entgegen: „Technologischer Fortschritt kann die Effizienz in der Ressourcen-Nutzung steigern. Aber er steigert ebenfalls die Ressourcennutzung durch diejenigen, die Kapital besitzen und erhöht damit wieder den Verbrauch von Ressourcen durch diese Elite. Wenn die Politik nicht einschreitet, kompensiert das die Einsparung an Ressourcen durch den technologischen Fortschritt.“

      Zusammenbruch der Zivilisation unvermeidlich

      Ausgehend von verschiedenen Modellen kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass der Zusammenbruch unserer Kultur kaum zu vermeiden ist und warnt: „Während einige in der Gesellschaft darauf hinweisen, dass wir auf einen Kollaps zusteuern und grundlegende Veränderungen einfordern, um das Schlimmste zu verhindern, sind es die Eliten, die genau diese Veränderungen verhindern.“

      Trotz ihrer düsteren Prognose betonen die Forscher, dass der Versuch, den Kollaps zumindest hinauszuzögern dringend unternommen werden sollte. Die notwendigen Maßnahmen dafür geben sie der Menschheit mit an die Hand: sparsamer mit den natürlichen Ressourcen umgehen, alternativen Quellen nutzen und die Ressourcen fairer unter allen gesellschaftlichen Schichten verteilen.

      Quelle: http://www.n24.de/n24/Nachrichten/n24-netzreporter/d/4455836/die-menschheit-ist-am-ende.html

    2. BRICS Schwellenländer, Einwohner in Millionen:
      Brasilien: 200
      Russland: 144
      Indien: 1252
      China: 1357
      Südafrika: 54
      Gesamt: 3007 Millionen

      Industrienationen, Einwohner in Millionen:
      Europäische Union: 508
      USA: 319
      Kanada: 35
      Japan: 127
      Süd-Korea: 50
      Australien-Neuseeland: 28
      Gesamt: 1067 Millionen

      Earth-Summit +5, Fünf Jahre nach Rio. Sondertagung der UNO-Generalversammlung zur Überprüfung und Bewertung der Umsetzung der Agenda 21 New York, 23.-27. Juni 1997
      Konsum/Produktion

      Die Lage: 20 Prozent der WeltBevölkerung verbrauchen weiterhin 80 Prozent der globalen Ressourcen. Einige der größeren Entwicklungsländer bewegen sich rasch auf die Hochkonsum-Lebensstile zu.

      Quelle: http://www.unric.org/html/german/entwicklung/rio5/wo.htm

    3. Internationale Studie: Unterschätzte Gier nach Rohstoffen -Plünderung geht unvermindert weiter –
      17-09-2014 – SZ

      Im Vergleich dazu benötigen Industrieländer wie Großbritannien vier Mal so viele Rohstoffe, wie sie selbst liefern können. Der Bedarf wohlhabender Ballungsräume wie Singapur oder Luxemburg liegt sogar noch um ein Vielfaches darüber.

      Doch das Plündern der weltweiten Reserven geht unvermindert weiter. „Die Menschheit verbraucht so viele Rohstoffe, wie noch nie zuvor in der Geschichte“, stellt Wiedmann fest. „Es gibt Studien, die eine Vervierfachung des globalen Rohstoffverbrauchs bis zum Jahr 2050 vorhersagen. Dieser enorme Bedarf hat langfristige und gravierende Auswirkungen auf unsere Umwelt, die Nutzung von Land, das Klima und die Wasserreserven“, warnt er.

      Deshalb sei die Berechnung des sogenannten Ressourcen-Fußabdrucks ein wichtiger neuer Indikator für Nachhaltigkeit. Solche Modelle werden bereits für den virtuellen Wasserverbrauch herangezogen: Fußabdrücke machen deutlich, wie viel Wasser zum Beispiel die Deutschen weltweit wirklich verbrauchen, wenn sie Erdbeeren aus Spanien essen und Jeanshosen tragen, die in China produziert werden.

      „Bei fossilen Rohstoffen haben wir die Grenze erreicht“
      Wiedmann und seine Kollegen fordern ein Umdenken in der Rohstoffpolitik. In einigen Bereichen sei die Lage bereits kritisch. „Bei fossilen Rohstoffen haben wir die Grenze bereits erreicht, oder sogar überschritten. Wir müssen diese nach und nach durch neue Energiequellen ersetzen“, ergänzt er. Die Vorkommen bei einer Reihe seltener Metalle und Mineralien könnten bereits in den nächsten 20 bis 30 Jahren erschöpft sein. Das gelte unter anderem für Phosphor, einen wichtigen Düngerzusatz in der Landwirtschaft.

      „Wasserknappheit kommt schon heute in vielen Ländern zum Tragen“, sagt Wiedmann. So braucht etwa Namibia, eines der trockensten Länder der Erde, große Mengen an Frischwasser für den Uranabbau.

      Rohstoffarme Länder, zu denen Deutschland zählt, werden mehr denn je darauf angewiesen sein, wertvolle Stoffe zu recyceln. Knapp 40 Millionen Tonnen Müll produzieren die Bundesbürger nach Angaben des Bundesamtes für Statistik pro Jahr. Gut 70 Prozent des Abfalls wird inzwischen recycelt – bei Glas und Papier sind es sogar fast 100 Prozent. Das bedeutet aber auch, dass ein Drittel des Mülls nicht wiederverwertet wird, darunter wertvolle und rare Metalle. Die Bundesrepublik verfügt zwar über Braunkohle, Baustoffe und Mineralien wie Kali. Dafür sind Metalle und die fossilen Brennstoffe Öl und Gas kaum vorhanden.

      Warum Recycling unverzichtbar wird: Industrieländer wie Deutschland verbrauchen erheblich mehr Rohstoffe als bisher angenommen – bis 2050 könnte sich der weltweite Bedarf vervierfachen.

      Die Industrieländer verbrauchen erheblich mehr Rohstoffe, als die offiziellen Statistiken vermuten lassen. Das zeigt eine neue Studie der australischen Forschungsorganisation CSIRO, an der auch Wissenschaftler der Universitäten in Sydney und Santa Barbara in Kalifornien mitgearbeitet haben.

      Die Gruppe hat erstmals untersucht, wie groß der tatsächliche Ressourcenhunger der Nationen ist. „Zum Teil liegt der Bedarf um das Dreifache und mehr über den offiziellen Zahlen“, sagt der Leiter der Studie, der deutsche Professor Thomas Wiedmann, der Süddeutschen Zeitung. Er lehrt als Umweltexperte an der University of New South Wales in Australien.

      Die offiziellen Daten sind der Studie zufolge unter anderem deshalb verzerrt, weil ein großer Teil der Bodenschätze genutzt wird, um andere Rohstoffe zu verarbeiten und zu transportieren. „Dieser indirekte Bedarf taucht in den offiziellen Statistiken nicht auf“, sagt Wiedmann. „Ein großer Teil der weltweit geförderten Rohstoffe wird nur unzureichend oder gar nicht erfasst, weil sie die Länder, in denen sie erzeugt werden, nicht verlassen“, erklärt er. 2008 wurden der Studie zufolge weltweit 70 Milliarden Tonnen Rohstoffe gefördert und verarbeitet. Doch nur zehn Milliarden Tonnen wurden physisch und grenzüberschreitend gehandelt.

      Falsch eingeschätzt: China
      Die Untersuchung, die vor kurzem im Wissenschaftsmagazin PNAS veröffentlicht wurde, macht auch deutlich, dass der Verbrauch von Exportweltmeister China überschätzt wird. Das Land verarbeitet zwar die meisten Rohstoffe weltweit – aber das liegt auch daran, dass es als globale Werkbank dient: Ein erheblicher Teil der in der Volksrepublik produzierten Waren wird in die USA, nach Europa und in andere Regionen der Welt exportiert.

      In den Industrieländern wird dagegen unterschätzt, wie viele Ressourcen die Menschen verbrauchen, wenn man alle Waren aus dem Ausland mit einrechnet, die sie verwenden. Das gilt auch für Deutschland. „Die deutschen Importzahlen zeigen bei weitem nicht den tatsächlichen Umfang des nationalen Verbrauchs“, sagt Wiedmann. „Die Bundesregierung ist deshalb nicht korrekt über das wahre Ausmaß der Abhängigkeit des Landes informiert. Sie kann den Mehrverbrauch mit normalen Statistiken nicht einkalkulieren.“

      Für Deutschland haben Wiedmann und seine Kollegen für 2008 einen tatsächlichen Bedarf von 1,8 Milliarden Tonnen an Rohstoffen ausgerechnet. In der offiziellen Statistik taucht dagegen nur die Zahl von knapp einer Milliarde Tonnen auf. China dagegen gehört unterm Strich zu jenen Ländern, deren Menschen mehr Rohstoffe fördern, als sie selber verbrauchen. Im Jahr 2008 haben die Chinesen mit 16 Milliarden Tonnen zwar absolut gesehen doppelt so viele Ressourcen verbraucht wie die USA, vier Mal so viele wie in Japan und neun Mal so viele wie in Deutschland. Dennoch gehört das riesige Land zu jenen, die unter dem Strich mehr erzeugen als verbrauchen.

      http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/internationale-studie-unterschaetzte-gier-nach-rohstoffen-1.1796678

    4. Wie konntet Ihr nur? – Abrechnung mit einer Generation – 16-11-2013 – The Intelligence

      Die Richter einer jeden Generation sind die nachfolgenden. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Was werden unsere Kinder und Enkel dereinst über uns sagen? Werden Sie mit uns und unserem Leben, unserem Denken und unserem Handeln zufrieden sein? Oder werden sie hart mit uns ins Gericht gehen, uns Vorwürfe machen und unser Leben nicht verstehen? Und wie werden wir darauf reagieren? Können wir reinen Gewissens vor die folgenden Generationen treten und sagen, dass wir alles getan haben, was in unserer Macht stand, um das Beste aus uns, aus unserem Leben und aus der Gesellschaft zu machen?

      „Wie konntet ihr nur?“ – so begannen regelmäßig die Fragen, welche die 68-er Generation ihren Eltern stellte. „Wie konntet ihr nur diesem Hitler hinterher laufen?“ „Wie konntet ihr nur die Augen davor verschließen, dass Millionen von Menschen verfolgt, verschleppt und ermordet wurden?“ „Wie konntet ihr euch nur für diesen mörderischen Krieg missbrauchen lassen?“ Im Nachhinein scheint alles so klar, so offensichtlich und es scheint unvorstellbar, dass die Generation der 30-er und 40-er Jahre nicht erkennen konnte, was richtig und was falsch war.

      „Wie konntet ihr nur?“ – so beginnen auch regelmäßig die Fragen, die Westdeutsche Ostdeutschen stellen, wenn es um deren DDR-Vergangenheit geht. „Wie konntet ihr nur glauben, dass eure Planwirtschaft der freien Marktwirtschaft überlegen ist?“ „Wie konntet ihr euch dreißig Jahre lang einsperren lassen?“ „Wie konntet ihr nur glauben, was in der Zeitung stand?“

      „WIE KONNTET IHR NUR?“

      Genau so werden die Fragen beginnen, die unsere Kinder und Enkel unserer Generation stellen werden. Und die Fragen werden härter als die der 68-er enden.

      „Wie konntet ihr nur zulassen, dass eine klitzekleine Elite, die nicht einmal gewählt war, über das Wohl und Wehe der Welt entschied?“ „Wie konntet Ihr euch ein Geldsystem andrehen lassen, das nicht einmal theoretisch funktioniert?“ „Wie konntet Ihr auf die Idee kommen, dass wir ständiges Wachstum brauchen? Wo wolltet ihr hinwachsen – zum Mond?“ „Wie konntet ihr nur glauben, dass Euch ein Mehr an materiellen Gütern glücklicher macht?“

      Und das sind nur die angenehmen Fragen.

      „Wie konntet ihr dieses unsägliche 9/11-Märchen glauben, obwohl JEDER, der sich mal einen Abend vor das Internet setzt, erkennen MUSS, dass diese Geschichte von vorn bis hinten erstunken und erlogen ist?“ „Wie konntet Ihr diese Wir-haben-Osama-bin-Laden-Geschichte glauben? Keine Leiche, kein Foto, kein Video und Ihr glaubt das?“ „Wie konntet ihr zusehen, dass in eurem Namen ein Krieg nach dem anderen angezettelt wird? Balkan, Afghanistan, Irak, Libyen um nur ein paar prominente Beispiele zu nennen? Wo war euer Aufschrei?“

      Wie werden unsere Antworten aussehen? Werden wir überhaupt Antworten haben oder werden wir betreten auf den Boden schauen wie ein Schulkind, dass beim Lollis klauen erwischt wurde? Und wir sind immer noch im angenehmen Teil.

      „Wie konntet ihr nur zulassen, dass JEDEN TAG 30.000 Menschen an Hunger starben, obwohl weltweit genug Nahrungsmittel vorhanden waren?“ „Wie konntet ihr nur zulassen, dass die Erde in eine Kloake verwandelt wurde? Die Wälder abgeholzt, die Meere überfischt, die Flüsse vergiftet! Dass täglich Tier- und Pflanzenarten ausgerottet und ganze Ökosysteme in Wüsten verwandelt wurden? Habt dabei mal an uns gedacht? An uns, die wir noch etwas länger auf dieser Erde sind?“

      Was werden wir dazu sagen? Wahrscheinlich nichts.

      „Wie konntet ihr nur all diesen Schwachsinn glauben, den euch die Massenmedien aufgetischt haben? Konntet ihr nicht selbständig denken? Wisst ihr was? Ihr seid noch viel schlimmer als die Nazijünger und die Kommunistenmitläufer zusammen. Und wisst ihr auch warum? Weil ihr die Möglichkeit hattet, es besser zu wissen. Jede Information war nur ein paar Klicks entfernt! Ihr hättet nur mal den Fernseher aus- und euer Gehirn einschalten müssen! Warum um Gottes Willen habt ihr das nicht getan?“

      Und wir? Wir werden mit leerem Blick durch unsere Nachfahren hindurchschauen und uns fragen:

      WIE KONNTEN WIR NUR?

      http://www.theintelligence.de/index.php/gesellschaft/86-kommentare/4819-wie-konntet-ihr-nur-abrechnung-mit-einer-generation.html

  3. ow man, leute sind so peinlich, hirnlose sklaven die mit konsum ihre identität validieren, so kann die Herrschaftsstruktur weiter aufrecht erhalten werden.. Wenn nich andererorts darunter gelitten wird wärs ja egal, aber so ist das nicht tragbar. Andererseits muss man sagen: Gott sei Dank, für Leute die den kern der Sache verstehen ist finanzielle Unabhängigkeit relativ leicht zu verwirklichen.

    1. Der kern ist eigtl ganz simpel: unser ZinsesZins Geldsystem: Geld = Schuld, jedes Jahr muss mehr Zinsschuld gezahlt werden, dies funktioniert nur wenn auch mehr Wirtschaftswachstum gegeben ist. Ohne Wachstum wuerde das Geldsystem wie wir es momentan haben nicht aufrecht erhalten werden koennen. Damit geht einher das die Herrschaftsstruktur nicht aufrecht erhalten werden kann. Daran haben die Eliten jeglicher Art wenig Interesse, haette ich auch, logisch das alles daran gesetzt wird es so lange wie moeglich rauszuzoegern. So lange es kein Umlaufgeldsystem gibt mit Konsumzwang kann man aber als Einzelperson einer Industrienation relativ leicht rauskommen.
      Das Thema Menschheit oder Umwelt retten ist meiner Meinung nach schon lange durch. Denke ist verschwendete Zeit was zu bewirken. Einfach gechillt finanziell unabhaengig werden und das Leben was man selbst als wichtig erachtet. In sich gehen.

  4. …. leider erfolgt kein Umdenken – im Kapitalismus zählt eben nur Wachstum, mehr – mehr – mehr … … früher oder später kommt der globale Kollaps!!!! Was für dumme Sumpfköpfe die Bewohner dieses Planeten doch sind !!!!

  5. Machen Sie sich da manchmal Gedanken drüber? Nö.
    Der Akquirismus paart sich immer häufiger mit Fatalismus und Sturheit. Wir müssen zur Kenntnis nehmen: Die Zerstörung der Lebensgrundlagen ist vielen Leuten wirklich egal, solange es ihnen selbst gut geht.

    1. Immerhin beruht alles im Universum auf Kausalität. Es ist ja nicht so das wir bis dato genug Beispiele gehabt hätten aus den Fehlern der letzten 100 Jahre zu lernen. Was im Grunde auch nichts anderes ist wie der rote Faden der Menschheitsgeschichte die letzten 5000 Jahre.

      Wir sind schon selten dämlich vergangene Zivilisationen wie die Ägypter, Perser und Römer als zivilisatorischen als auch gesellschaftlichen Fortschritt und Erfolg zu feiern und es ihnen im Grunde die letzten mehr als fünf Jahrhunderte nachzumachen und zu glauben das wir es Heute besser machen würden wie sie damals.

      Wobei die Strukturen 1:1 die selben sind. Ausbeutung von Mensch und Natur im Rest der Welt um auf deren und auf den Kosten künftiger Generationen ein Leben zu leben, welches jeglichem gesunden Menschenverstand die Daseinsberechtigung entzieht. Aufgrund weil sich genau wegen besagter Strukturen für uns alle paar Dekaden das Rad der Geschichte von vorne dreht.

      Es nämlich wie vor 1500 Jahren im antiken Rom auch, und weshalb es ebenso unterging, daran scheiterte okkupierte Gebiete auf Dauer zu kontrollieren, um deren Ressourcen und Arbeitskraft auszubeuten. Dann kommt noch irgendwer der ebenso ein großes Stück vom Kuchen abhaben möchte. Zur damaliger Zeit, die flüchtenden Volksstämme der Goten und Vandalen vor den Hunnen. Und aus war es mit der glorreichen römischen Zivilisation.

      Ist Heute nichts anderes wie mit den BRICS Schwellenländer, die mit drei mal mehr Menschen als wir in den gesamten Industrienationen zusammen. Nun ebenso hemmungslos und im Überfluss leben und konsumieren wollen wie wir es die letzten mehr als 150 Jahre auf Kosten der restlichen Welt tun.

      Nur dieses mal reißen wir den gesamten Erdball und dessen Bewohner mit in den Abgrund. Egal ob mit einem Weltkrieg um die geopolitische Vorherrschaft und um die Kontrolle besagter Rohstoffe für unsere Lebensweise oder wir alles weiter laufen lassen wie bisher und uns einem ökologischen Exitus ergeben. Denn wir haben nicht die Rohstoffe auf diesem Planeten das 4 Milliarden Menschen (Industrie- und Schwellenländer zusammen) so leben können wie wir es die letzten Jahrzehnte tun.

      Mehr dazu siehe auch meinen Kanal !

  6. Selbst in dieser Doku wird Wahrheit weggelassen. Und das kann nur bewusst geschehen, so dumm kann keiner sein, der solch eine Doku dreht! Deutschlands Staatsschulden, könnten mit einem Drittel der Privatvermögen aufgelöst werden! Die Kosumsekte wird doch auch von den Leuten befeuert, die am meisten davon profitieren. Man muss diesen Wahnsinnigen das Handwerk legen!

    1. Ich glaube, dann würde diese Doku ganz schnell verschwinden. Aufklärungsarbeit ja.. aber nur wenn sich gewisse Machthaber nicht direkt angegriffen fühlen.

    2. Ja also ich find weniger Konsum und mehr Sport, Kunst, Kultur ja was gutes, bzw. unabdingbar, wenn man an eine gute Zukunft für die Menschheit glaubt, aber an erster Stelle stehen da Multimillionäre und Milliardäre. Deren CO² Fussabdruck ist doch 10.000 mal so groß wie meiner

    3. achja und wilden Gruppensex, mit homo und Klosachen und allem drum und dran 🙂 Dann muss man auch nicht mehr soviel Frustshoppen, weil man seine Triebe nicht ausleben kann

  7. Auch wenn die Wirtschaft in der BRD weiter wächst, den Bürgern geht es nicht mehr besser. Nach der Auslagerung der Produktionen nach Asien, werden Gehälter und Sozialleistungen gestrichen. Arbeitnehmer wegrationalisiert. Wer bekommt heute noch (mit einem neuem Arbeitsvertrag) Weihnachtsgeld oder Vermögenswirksame Leistungen? Also von meinen Bekannten nur die die bei der Stadt oder bei den Stadtwerken arbeiten. Das Gehalt stagniert und die Arbeit wird mehr. Deutschland auf dem Weg ins Entwicklungsland.

    1. Earth-Summit +5, Fünf Jahre nach Rio. Sondertagung der UNO-Generalversammlung zur Überprüfung und Bewertung der Umsetzung der Agenda 21 New York, 23.-27. Juni 1997
      Konsum/Produktion

      Die Lage: 20 Prozent der WeltBevölkerung verbrauchen weiterhin 80 Prozent der globalen Ressourcen. Einige der größeren Entwicklungsländer bewegen sich rasch auf die Hochkonsum-Lebensstile zu.

      Quelle: http://www.unric.org/html/german/entwicklung/rio5/wo.htm

      Was denkst du bitte wie unser Leben hier aussehen würde wenn die weltweiten Ressourcen fair und gerecht verteilt wären ? und dann hätten wir trotz alledem noch die ökologische Komponente bezüglich der Förderung besagter Rohstoffe. Disneyland ist bald für uns alle vorbei hier, egal ob geopolitisch oder ökologisch gesehen. Je eher man darauf klar kommt und sich mit dem Lebensnotwendigsten zufrieden gibt. Umso besser für sich und denen die nach uns kommen.

    2. Im Prinzip richtig, wenn sich nicht für den einzelnen Bürger die Lebensumstände verschlechtern würden, während sich die Führungselite der Wirtschaft, Banken und Politik immer schneller und dicker die Taschen stopfen.

  8. Gott, diese Passanten – komplette Konsumopfer. Natürlich bringt es was, als Einzelner umzudenken, wo soll man als Normalbürger sonst anfangen? Und es tut gut, nicht mehr so viel zu konsumieren. Menschen suchen im Konsum und Anhäufen von Besitz ihr Glück, wollen eine innere Leere füllen, dazugehören — aber letztendlich bringt das nichts.

  9. „Welterschöpfungstag 2016 | Geopolitischer & ökologischer Exitus der Menschheit | HD“ – http://bit.ly/2eK4Wpr

    Rohstoffe und Konflikte: Rohstoffvorkommen und -verteilung – BICC 01/2012 Bundeszentrale für politische Bildung

    Die Menschen der sogenannten industrialisierten, entwickelten Welt, vornehmlich also in Nordamerika, Europa und Japan – ungefähr zwanzig Prozent der Weltbevölkerung – verbrauchen rund achtzig Prozent der weltweiten Ressourcen und siebzig Prozent der Energie. Immer mehr Länder haben steigende Verbrauchsraten, allen voran China, aber auch andere Entwicklungs- und Schwellenländer sind in den vergangenen Jahren vermehrt auf dem Rohstoffmarkt aktiv. Hinzu kommt, dass der technologische Fortschritt vor allem in der Informations- und Kommunikationsbranche und die dadurch ausgelöste Nachfrage nach seltenen Rohstoffen (Tantalum, Seltene Erden) zu einer Verknappung derselben geführt hat.

    Die Bundesrepublik Deutschland ist einer der großen Rohstoffverbraucher auf der Welt. Fast zwei Drittel des Verbrauchs fallen davon auf mineralische Rohstoffe, wie Metalle, Industrieminerale, Steine und Erden. Bei den primären Metallrohstoffen, wie Kupfer- oder Eisenerz, ist Deutschland zu 100 Prozent importabhängig (BGR). Die Bundesrepublik ist deswegen auf die Kooperation mit anderen Ländern angewiesen, der Mongoleibesuch von Bundeskanzlerin Merkel im Oktober 2011 und das vereinbarte Rohstoffabkommen, das deutschen Unternehmen unter anderem den Zugang zu den sogenannten Seltenen Erden ermöglichen soll, sind hierfür Beispiele.

    Die Bundesregierung hat 2010 eine Rohstoffstrategie beschlossen, bei der der Hunger der deutschen Wirtschaft nach Rohstoffen eindeutig im Vordergrund steht. Sie musste sich deshalb den Vorwurf der Zivilgesellschaft gefallen lassen, dass dies häufig auf Kosten der Abbauländer im Süden geschieht, wo Armut und Konflikte grassieren. Statt lediglich die Versorgung der deutschen Industrie mit Rohstoffen zu gewährleisten, solle ihr Abbau die Entwicklungschancen der Menschen in den rohstoffreichen Herkunftsländern zu verbessern helfen.

    http://sicherheitspolitik.bpb.de/rohstoffe-und-konflikte/hintergrundtexte-m4/rohstoffvorkommen-und-verteilung

    BRICS Schwellenländer, Einwohner in Millionen:
    Brasilien: 200
    Russland: 144
    Indien: 1252
    China: 1357
    Südafrika: 54
    Gesamt: 3007 Millionen

    Industrienationen, Einwohner in Millionen:
    Europäische Union: 508
    USA: 319
    Kanada: 35
    Japan: 127
    Süd-Korea: 50
    Australien-Neuseeland: 28
    Gesamt: 1067 Millionen

    Earth-Summit +5, Fünf Jahre nach Rio. Sondertagung der UNO-Generalversammlung zur Überprüfung und Bewertung der Umsetzung der Agenda 21 New York, 23.-27. Juni 1997

    Konsum/Produktion

    Die Lage: 20 Prozent der WeltBevölkerung verbrauchen weiterhin 80 Prozent der globalen Ressourcen. Einige der größeren Entwicklungsländer bewegen sich rasch auf die Hochkonsum-Lebensstile zu.

    Quelle: http://www.unric.org/html/german/entwicklung/rio5/wo.htm

    Der Earth Overshoot Day, auch Ecological Debt Day („Welterschöpfungstag“, „Weltüberlastungstag“, „Ökoschuldentag“ oder „Erdüberlastungstag“) genannt, ist in einer jährlichen Kampagne der Organisation Global Footprint Network ein bestimmter Tag des Jahres, an dem die menschliche Nachfrage an natürlichen Ressourcen die Kapazität der Erde zur Reproduktion dieser Ressourcen in diesem Jahr übersteigt. Der Earth Overshoot Day ist eine vage Annahme unter Berücksichtigung zeitlicher und ressourcenabhängiger Trends.[1]

    Das jeweilige Datum des Jahres wird berechnet, indem man den globalen ökologischen Fußabdruck (die menschliche Nachfrage an natürlichen Ressourcen innerhalb dieses Jahres) zur gesamten globalen Biokapazität (die Anzahl global generierter natürlichen Ressourcen innerhalb dieses Jahres) in ein rechnerisches Verhältnis setzt. Das Ziel der entsprechenden Kampagne ist es, die Grenzen der natürlichen Ressourcen ins Bewusstsein der Menschen zu rücken.

    1. „Unsichtbare Hände: Sklaverei im 21. Jahrhundert | 3Sat 2015 HD Doku“ – http://bit.ly/2eKdXyI

      Sklaverei ist heute erschreckend aktuell und weltweit ein boomendes Geschäft, denn ohne Sklavenarbeit wäre ein Großteil unsere Produkte, die wir im Alltag konsumieren erheblich teurer.

      Offiziell ist die Sklaverei in der ganzen Welt abgeschafft. Doch diese Abschaffung existiert nur auf dem Papier. Formen moderner Sklaverei sind politische Gefangenschaft, Kinderarbeit, Rekrutierung von Kindersoldaten sowie die klassischen Formen der Leibeigenschaft und wirtschaftlichen Ausbeutung. Der renommierte Sklavenexperte Professor Kevin Bales von der University of Roehampton in London rechnet mit ca. 27 Millionen klassischen Sklaven weltweit. Neuere Schätzungen sprechen von 35 Millionen. Dazu kommen laut Hilfsorganisationen mehr als 100 Millionen Menschen, die in sklavereiähnlichen Verhältnissen leben.

      Die Wenigsten vermuten, dass Produkte, die sie in Supermärkten und Warenhäusern kaufen, direkt oder indirekt aus einer Sklavereikultur stammen. In Wirklichkeit ist es aber so.

      Kevin Bales erklärt:“Sklaven in Pakistan haben möglicherweise die Schuhe gefertigt, die Sie tragen, und den Teppich gewirkt, auf dem Sie stehen. Sklaven in der Karibik könnten dafür gesorgt haben, dass in Ihrer Küche die Zuckerdose gefüllt ist und Ihre Kinder Spielzeug haben. In Indien wurde vielleicht das Hemd genäht, das Sie am Leib tragen, und der Ring an Ihrem Finger poliert. Lohn erhalten diese Menschen dafür keinen.

      Auch indirekt spielen Sklaven eine Rolle in Ihrem Leben. Sie haben die Ziegel für die Fabrik gebrannt, in der Ihr Fernsehapparat angefertigt wurde. In Brasilien haben Sklaven die Holzkohle hergestellt, mit der man den Stahl für die Federung Ihres Autos und die Schneide Ihres Rasenmähers härtete. Sklaven haben den Reis angebaut, von dem die Frau sich ernährt, die den wunderschönen Stoff für Ihre Vorhänge gewebt hat. Ihr Effektenportefeuille und Ihre Lebensversicherung werden von Unternehmen verwaltet, die Aktien von Firmen besitzen, die in den Entwicklungsländern Sklaven für sich arbeiten lassen. Sklaven halten Ihre Kosten niedrig und steigern die Rendite Ihrer Anlagepapiere.“

      Die Liste von Bales lässt sich beliebig fortsetzen. Ob Smartphones, Playstation, Baumwolle oder Kakao. Die Elfenbeinküste ist der größte Kakaoproduzent der Welt. Rund 80% des Kakaos der Schokolade, die in europäischen Supermärkten verkauft wird, stammt von dort. Geerntet von Kindersklaven. Laut einem UNICEF -Bericht sollen in Westafrika pro Jahr rund 200 000 Kinder verschleppt werden. Viele davon in Sklaverei.

      War es früher vor allem Zwangsprostitution, so stoßen Ermittler heute immer öfter auf Sklaverei-Verhältnisse im Industrie – und Dienstleitungssektor. In der Fleisch verarbeitenden Industrie, in der Landwirtschaft, im Baugewerbe, in asiatischen Massagesalons und Nagelstudios. Die Strukturen ähneln der Zwangsprostitution. Falsche Versprechungen. Die Papiere werden ihnen genommen. Sie werden mit Gewalt bedroht. Fliegen sie auf, werden sie abgeschoben und durch neue Sklaven ersetzt. Der deutsche Rechtsstaat fühlt sich nicht zuständig. Allzu schnell wird die Schuld dem Verbraucher zugeschrieben, der in seiner „Geiz-ist-geil“ -Kultur scheinbar der Nutznießer moderner Sklaverei sei.

      Ein politisches Problem
      Sklaverei ist weltweit geächtet und verboten, aber die Zahlen der Sklaven steigen trotzdem weiter. Es ist vor allem ein politisches Problem. Die USA verabschiedeten bereits unter Bill Clinton ein Gesetz, das Ländern, die nicht aktiv gegen Sklaverei vorgehen, mit Sanktionen drohte. Angeprangert wurden aber nur politisch unliebsame Regierungen. Sanktionen gegen Japan, das nichts gegen die rund 120.000 Sexsklavinnen im Land unternimmt oder die Vereinigten Arabischen Emirate, die als strategischer Partner zählen, wurden abgelehnt.

      Auch hierzulande mangelt es an politischem Willen. Das Bundeskabinett hat erst im Juni 2011 den Entwurf eines Zustimmungsgesetzes zum Übereinkommen des Europarats zur Bekämpfung des Menschenhandels beschlossen. Nach sechs Jahren Beratungen. Denn bereits 2005 waren alle EU Länder aufgefordert worden, das Gesetz zu ratifizieren. Zähes politisches Prozedere um die elementarsten Rechte. Das Gerangel um eine gemeinsame europäische Strategie zur Bekämpfung der Sklaverei hält bis heute an – mit offenem Ende?

      „3Sat Thema: Unser Wohlstand, Eure Not“
      Quelle: http://www.3sat.de/page/?source=/specials/3sat_thema/184208/index.html

    2. Der Name „Unsichtbare Hände“ ist echt brutal hart, wenn man ein bisschen was über neoliberale Wirtschaftstheorien weiß!

    3. Terra Iguana, du weißt nur Dinge die deine Realität betreffen…
      Statt andere zu bekehren, erstmal bei sich selbst anfangen…

    4. +Jan Chris – genau, ich sauf jeden Tag Wein und predige hier Wasser. Lebe von weniger als 6.50€ pro Tag nachdem die Fix Kosten wie Strom und Gas, Medikamente sowie Telefon und Internet gezahlt sind. Aber hast Recht, sollte meine drei Ferraris und meinen Privatjet lieber stehen lassen, wenn ich hier sowas poste.

      Und was meine (und wohl auch deine) Realität betrifft, brauch man dafür nur die Nachrichten anschalten oder direkt vor die Tür gehen um zu sehen was jeden Tag schief bei uns läuft.

    5. „Die ‚grüne Ökonomie‘ wird den Planeten nicht retten“ – 03-08-2017 – SZ

      Sie betonen, nicht mit dem „moralischen Zeigefinger“ wedeln und alle kritisieren zu wollen, die Autos besitzen oder Industrie-Fleisch essen. Die imperiale Lebensweise lasse sich kaum abschütteln, weil für viele Deutsche das Wirtschaftswunder identitätsstiftend war.

      Sie haben in Hamburg am Alternativgipfel teilgenommen, der parallel zum G-20-Treffen stattfand. Dort sagten Sie, dass der Kapitalismus durch China, Brasilien oder die Türkei nicht gezähmt werde. Hätten diese Schwellenländer nicht ein großes Interesse, die Umweltschäden zu begrenzen?

      Entscheidend ist die Betroffenheit. 2015 sind in Mariana in Brasilien zwei Rückhaltebecken bei der Erzproduktion geborsten: Die Schlämme haben den Fluss Rio Doce verseucht und vielen Menschen die Lebensgrundlage geraubt. Das sind aber vor allem Arme, die Oberschicht stört das nicht, und der Bergbaukonzern Vale macht weiter Gewinne. Anders ist es mit China, wo die Mittel- und Oberschicht immer größer wird. Diese Leute spüren am Smog in den Städten täglich die Folgen des Wirtschaftswachstums. Auch um diese wichtige Klientel nicht zu verlieren, engagiert sich Peking zunehmend im Kampf gegen Umweltverschmutzung. Und sofern das bedeutet, verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen, ist es auch eine klimapolitische Maßnahme.

      Sie schreiben, dass die imperiale Lebensweise gerade Opfer des eigenen Erfolgs wird, weil sie Exklusivität braucht. Diese schwindet aber, wenn es immer mehr Nachahmer wie China, Brasilien oder Vietnam gibt.

      Der Schlüssel ist die Externalisierung: Je stärker sich der globale Süden industrialisiert, umso größer wird die Zahl der Staaten, die ihre sozialen und ökologischen Kosten anderen aufbürden wollen. Diese Lebens- und Wirtschaftsweise ist aber eben nicht verallgemeinerbar, denn es gibt eben nur eine Erde. Die großen Schwellenländer werden daher nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch zu Konkurrenten der Industriestaaten.

      Würde sich die Lage verbessern, wenn alle plötzlich mit Elektroautos fahren?

      Die Elektromobilität steht für eine ökologische Modernisierung der imperialen Lebensweise. Sie täuscht vor, dass wir an unserer Lebensweise festhalten können. Es ist eine Illusion zu denken, dass man unsere Gesellschaft so zukunftsfähig machen kann. Die „grüne Ökonomie“ wird den Planeten nicht retten.

      Warum soll das nicht funktionieren?

      Bei Elektromobilität dreht sich alles darum, wie viel CO₂ die E-Autos ausstoßen. Wenn sie mit Ökostrom betrieben werden, dann emittieren sie nichts. Aber: Es wird schwer, die komplette Pkw-Flotte auf E-Autos umzustellen und mit Ökostrom zu betreiben. In der Diskussion wird auch ausgeblendet, welche Unmengen an Strom und Ressourcen nötig ist, um die Fahrzeuge herzustellen. Die Abhängigkeit von Öl nimmt ab, aber jene von Metallen nimmt zu. Es ist wohl möglich, die Autos umweltverträglicher zu machen – aber in Zeiten, in denen sich zwei Drittel der Menschheit im Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft befinden, sind viel grundlegendere Änderungen nötig. Es geht um mehrere Milliarden Menschen, die all das anstreben, was wir besitzen und verbrauchen.

      http://www.sueddeutsche.de/politik/konsumverhalten-im-westen-sie-sitzen-in-ihren-kleinen-panzern-und-zerstoeren-natur-1.3610212-2

  10. In welcher Relation stehen diese Zahlen zueinander – Es gibt mehr TV-Sender und mehr Menschen in der heutigen Zeit. Nichts nervt mehr als aus der Luft gegriffene Zahlen die keine wirklichen Vergleichsmöglichkeiten geben. Inflation, Einkommensniveau usw. sind wohl Unbekannte Faktoren. Schlechter Start in ein solches Thema.

  11. Es ist Irre. Wenn ich mich hinstelle und sage, ich pflanze einen Baum, und der soll ewig wachsen, bis in den Himmel, dann weiß jeder, der ist reif für die Klapse. Doch wenn unsere „Ökonomen“ und Bundeskanzlerin  sagen “ Wir brauchen ewiges Wachstum“ hinterfragt das keiner, und ein Großteil der Menschen geben denen auch noch recht, und glauben das das so sein muß. Wir müssen erkennen, das Wohlstand nicht gleichbedeutend mit Konsum steht.

    1. Das ist nicht das gleiche. Theoretisch kann die Wirtschaft unbegrenzt wachsen…wenn wir ins Weltall expandieren.
      Theorie != Praxis…

    1. Rohstoffe und Konflikte: Rohstoffvorkommen und -verteilung – BICC 01/2012 Bundeszentrale für politische Bildung

      Die Menschen der sogenannten industrialisierten, entwickelten Welt, vornehmlich also in Nordamerika, Europa und Japan – ungefähr zwanzig Prozent der Weltbevölkerung – verbrauchen rund achtzig Prozent der weltweiten Ressourcen und siebzig Prozent der Energie. Immer mehr Länder haben steigende Verbrauchsraten, allen voran China, aber auch andere Entwicklungs- und Schwellenländer sind in den vergangenen Jahren vermehrt auf dem Rohstoffmarkt aktiv. Hinzu kommt, dass der technologische Fortschritt vor allem in der Informations- und Kommunikationsbranche und die dadurch ausgelöste Nachfrage nach seltenen Rohstoffen (Tantalum, Seltene Erden) zu einer Verknappung derselben geführt hat.

      Die Bundesrepublik Deutschland ist einer der großen Rohstoffverbraucher auf der Welt. Fast zwei Drittel des Verbrauchs fallen davon auf mineralische Rohstoffe, wie Metalle, Industrieminerale, Steine und Erden. Bei den primären Metallrohstoffen, wie Kupfer- oder Eisenerz, ist Deutschland zu 100 Prozent importabhängig (BGR). Die Bundesrepublik ist deswegen auf die Kooperation mit anderen Ländern angewiesen, der Mongoleibesuch von Bundeskanzlerin Merkel im Oktober 2011 und das vereinbarte Rohstoffabkommen, das deutschen Unternehmen unter anderem den Zugang zu den sogenannten Seltenen Erden ermöglichen soll, sind hierfür Beispiele.

      Die Bundesregierung hat 2010 eine Rohstoffstrategie beschlossen, bei der der Hunger der deutschen Wirtschaft nach Rohstoffen eindeutig im Vordergrund steht. Sie musste sich deshalb den Vorwurf der Zivilgesellschaft gefallen lassen, dass dies häufig auf Kosten der Abbauländer im Süden geschieht, wo Armut und Konflikte grassieren. Statt lediglich die Versorgung der deutschen Industrie mit Rohstoffen zu gewährleisten, solle ihr Abbau die Entwicklungschancen der Menschen in den rohstoffreichen Herkunftsländern zu verbessern helfen.

      http://sicherheitspolitik.bpb.de/rohstoffe-und-konflikte/hintergrundtexte-m4/rohstoffvorkommen-und-verteilung

      BRICS Schwellenländer, Einwohner in Millionen:
      Brasilien: 200
      Russland: 144
      Indien: 1252
      China: 1357
      Südafrika: 54
      Gesamt: 3007 Millionen

      Industrienationen, Einwohner in Millionen:
      Europäische Union: 508
      USA: 319
      Kanada: 35
      Japan: 127
      Süd-Korea: 50
      Australien-Neuseeland: 28
      Gesamt: 1067 Millionen

      Earth-Summit +5, Fünf Jahre nach Rio. Sondertagung der UNO-Generalversammlung zur Überprüfung und Bewertung der Umsetzung der Agenda 21 New York, 23.-27. Juni 1997

      Konsum/Produktion

      Die Lage: 20 Prozent der WeltBevölkerung verbrauchen weiterhin 80 Prozent der globalen Ressourcen. Einige der größeren Entwicklungsländer bewegen sich rasch auf die Hochkonsum-Lebensstile zu.

      Quelle: http://www.unric.org/html/german/entwicklung/rio5/wo.htm

  12. Was kann ich alleine schon ändern, fragte die halbe Menschheit.
    Wenn ein Einzelner anfängt und nach ihm andere folgen, wird aus dem Einzelnen plötzlich eine Gemeinschaft.
    Aber soweit denken die Passanten da im Film leider nicht.

  13. Es ist sehr schwer einen normalen einfachen Lebensweg zu finden und zu erhalten, wenn man von Wahnsinn ungeben ist. Ich bin Mensch, auch wenn ich nicht konsumiere oder vielleicht erst recht, wenn ich meinen Verstand einsetze.

  14. Aha. Konsumverzicht nennt sich das also. Ich mache das seit … immer. Ich hasse Shopping, es stresst mich. Ich habe entsprechend nie genug Klamotten, wenn die Waschemaschine mal streikt, wird’s schnell mal eng. Interessant, dass andere Menschen Einkaufen als befriedigend empfinden.

    1. Geht mir ganz genauso. Wie man Shopping als freudiges Erlebnis empfinden kann, ist mir ein Rätsel.

  15. Jeder muss anfangen mit weniger auszukommen! Nicht die Politik und auch nicht die Wirtschaft sind schuld es fängt bei jedem einzelnen an! Ich hab damit begonnen und du kannst es auch.

  16. Sehr gelungene Doku die mir ein Thema, welches mich zur Zeit sehr beschäftigt, um einiges näher gebracht habt.
    Bei 20:40 muss ich allerdings wiedersprechen. Wissen ist die Voraussetzung, sein Handeln anzupassen und zu ändern

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